Archiv der Kategorie: Thriller

Blutiger Engel (Kate Rhodes)

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blutiger engelSie läuft wieder…

… aber glücklicherweise nicht mehr so viel wie im ersten Band. Oder die Handlung hat mich einfach davon abgehalten, die Anzahl der Laufattacken von Alice zu zählen.

Der erste Teil hatte mir nicht so gut gefallen, aber zum Glück habe ich der Autorin noch eine Chance gegeben. Mit „Blutiger Engel“ hat sie einen guten Thriller abgeliefert. Für Neueinsteiger ist es übrigens nicht nötig, das vorherige Buch zu lesen.

Der Fall ist spannend und mit einer Auflösung, die nicht bereits nach der Hälfte des Buchs zu erkennen ist. Es gibt einige überraschende Wendungen und bleibt unvorhersehbar.

In Alice‘ Privatleben bleibt es weiter turbulent. Das Schicksal ihres Bruders wird den Leser sicherlich über weitere Teile der Reihe hinweg begleiten. Außerdem bin ich gespannt, wie sich ihr Liebesleben entwickeln wird.

Sterne: 4 von 5

Zorneskalt (Colette McBeth)

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zorneskaltZorneskalt“ ist kein Thriller, in dem das Blut spritzt, sondern hier es geht um Psychospielchen mit Stalking und Rache. Also ein Psychothriller im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Handlung wird in Form eines Briefes erzählt, den die Erzählerin ihrer besten Freundin, die verschwunden ist, schreibt. Zu Beginn hatte ich mit diesem Stilmittel meine Probleme, aber zum Ende hin wurde klar, warum die Autorin dieses Mittel wählte.

Der Leser ahnt bereits relativ früh, was genau hinter dem Verschwinden von Clara steckt. Gut gefiel mir, dass auch Rachel nicht lange im Dunkeln tappt und schnell die Initiative ergreift.

„Zorneskalt“ braucht etwas, um ein Fahrt zu kommen, aber dann ist es wirklich spannend. Das Ende ist fies und ließ mich darüber nachdenken, ob es nicht zwei Seiten einer Medaille gibt.

Sterne: 4 von 5

Cherry Bomb (J.A. Konrath)

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Lesern, die noch nie ein Buch aus der Jack Daniels-Reihe gelesen haben, würde ich abraten, ausgerechnet mit diesem zu starten. Denn „Cherry Bomb“ baut auf „Rusty Nail“ und ganz besonders auf „Fuzzy Navel“ auf. Durch einen blöden Zufall habe ich „Fuzzy Navel“ nicht gelesen, bin mir aber aufgrund der Ereignisse in „Cherry Bomb“ ziemlich sicher, dass beide Romane direkt an einander anschließen. Das bedeutet natürlich auch, dass ich nun weiß, wie „Fuzzy Navel“ endet.

„Cherry Bomb“ ist von der Grundstimmung düsterer als die ersten Bücher der Reihe. J.A. Konrath macht nämlich nicht davor Halt, liebgewonnene Figuren aus Jacks Umfeld über die Klinge springen zu lassen. So kommt es dann auch, dass Jack Daniels auf einem Rachefeldzug ist.

Dennoch gibt es auch hier wieder einige humorvolle Szenen, die sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack sein dürften. Protagonist ist ein Makake, den sich Harry als Haustier zugelegt hat. Dieser Affe liebt es, mit seinen Köperausscheidungen um sich zu werfen. Dies als kleine Warnung.

Sterne: 3,5 von 5

Dirty Martini (J.A. Konrath)

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J.A. Konrath liebt es in seinen Romanen blutig. Da wird gemordet, so dass Blut und Innereien spritzen. Umso überraschender ist es, wenn nun ein Giftmörder hier sein Unwesen treibt. Allerdings kann man mit Gift noch mehr Menschen um die Ecke bringen, so dass es kaum noch möglich ist, die Opfer zu zählen.

Übertreibungen sind Konraths Markenzeichen. Hier ist alles over the top. Hinzu kommt sein Humor, der gerne ins Alberne abdriftet. Wenn man sich darauf einlässt, macht es ungeheuren Spaß.

In „Dirty Martini“ trifft der Leser auf alte Bekannte. Neben natürlich Jack Daniels sind dies ihr Kollege Herb und Ex-Kollege Harry, der für einige Zoten sorgt.

Kurz: auch dieser Teil der Reihe sorgt wieder für enorm viel Unterhaltung.

Sterne: 4 von 5

Whiskey Sour (J.A. Konrath)

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Whiskey Sour“ ist der erste Teil der Thriller-Serie um Jackie Daniels. J. A. Konraths Romane dieser Reihe darf man nicht zu ernst nehmen, hier geht es vorrangig um albernen Spaß.

Die Persönlichkeiten der Täter sind meist nicht besonders herausgearbeitet, sie morden in erster Linie nur blutig und pervers. Die Motive sind holzschnittartig dargestellt.

Es mag an meiner momentanen Stimmung liegen, aber „Whiskey Sour“ konnte mich nicht so sehr mitreißen, wie die späteren Bücher der Reihe. Die Einfälle sind nicht ganz so aberwitzig, ich hatte das Gefühl, dass sich Konrath hier erst noch aufwärmen muss. Als Auftakt zur Serie ist das Buch aber ein guter Einstieg.

Sterne: 3 von 5

Die da kommen (Liz Jensen)

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die da kommenDie da kommen“ ist der zweite Endzeit-Thriller von Liz Jensen. Dieses Mal stehen Kinder, die ganz plötzlich Verwandte ermorden, und Angestellte, die ihre Firma sabotieren, im Mittelpunkt. Hauptfigur ist der Anthropologe Hesketh Lock, der das Aspergersyndrom hat. Dank seiner herausragenden analytischen Fähigkeiten, ist Hesketh dazu in der Lage, ein Muster zu erkennen. Auch in

Bei Hesketh war ich zwiegespalten. Einerseits ist seine Persönlichkeit sehr interessant, andererseits bleibt der Leser aufgrund seiner Emotionslosigkeit immer auf Distanz. So funktionierte der auf dem Cover angekündigte Horror nicht immer.

Das Ende empfand ich alles sehr unbefriedigend. Zumindest für mich war die Auflösung nicht wirklich nachvollziehbar.

Insgesamt gefiel mir dieses Buch besser als „Endzeit“, aber die guten Ideen hätten noch besser umgesetzt sein können.

Sterne: 3 von 5

Ich sehe was, was du nicht siehst (Lena Diaz)

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ich sehe was„Ich sehe was, was du nicht siehst“ lockt zwar mit einem Serienmörder, aber davon bekommt der Leser nicht viel geboten. Stattdessen schlägt sich Madison vor allem mit einem Stalker und der Polizei, die ihr nicht glaubt, rum. Ihr zur Seite steht Pierce, ein FBI-Agent und ehemaliger Liebhaber.

Die Spannung hält sich leider in Grenzen. Wenn Madison nicht gerade davon überzeugt ist, dass der Stalker hinter ihr her ist, dann zofft sie sich mit Pierce. Es ist natürlich klar, worauf das hinausläuft.

Wer gerne Romantic Suspense liest, dürfte aber Gefallen an „Ich sehe was, was du nicht siehst“ finden.

Sterne: 2,5 von 5