Archiv der Kategorie: Jugendroman

Weil ich Layken liebe (Colleen Hoover)

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weil ich layken liebeDa ich bereits vorher bereits von „Weil ich Layken liebe“ gehört hatte, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.

Nach den ersten zwei Kapiteln war ich ein wenig enttäuscht, da für mich das große Kribbeln zwischen Layken und Will nicht ganz rüber kam. Sobald aber das Schicksal zuschlug“ (ich will nicht verraten, um was es geht), hatte mich das Buch gepackt.

Zwar überschlagen sich die Ereignisse und es kommt für alle Personen ziemlich dicke, so dass mancher Leser dieses als unrealistisch kritisieren würde, aber das Buch zeichnet sich durch die glaubwürdigen Handlungen der Figuren aus.

Colleen Hoover hat es mehrmals geschafft, mich zu Tränen zu rühren, sowohl mit tragischen als auch hoffnungsvollen Szenen. Am Ende bleibt der Leser mit einem positiven Gefühl zurück.

Ich freue mich auf den zweiten Teil, der zwar nicht unbedingt notwendig ist, da die Geschichte eigentlich als abgeschlossen gelten kann, aber auf den ich trotzdem neugierig bin.

Sterne: 4,5 von 5

The Spook’s Destiny (Joseph Delaney)

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spook destinyMit „The Spook’s Destiny“ geht es in die mittlerweile achte Runde für Tom Ward, den Lehrling des Geisterjägers. Tom, Alice und der Spook reisen nach Irland, wo sie auf mächtige Zauberer treffen, die den alten Gott Pan erwecken möchten. Auch der Teufel verfolgt sie, denn er setzt alles daran, Toms Seele einzutreiben.

Die Spook-Reihe ist hauptsächlich für Jugendliche geschrieben, jedoch für Erwachsene genauso lesenswert. Zwar laufen die Spook-Bücher unter Horror, gegruselt habe ich mich jedoch selten. Allerdings geht es ziemlich blutig zu. Es werden Menschenopfer zelebriert und der Teufel wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft.

Zu meinen Lieblingsfiguren gehören die junge Hexe Alice und die Assassine Grimalkin. In „The Spook’s Destiny“ hat Alice ein einschneidendes Erlebnis. Alles deutet darauf hin, dass dieses einen starken Einfluss auf ihre zukünftigen Entscheidungen und Entwicklung haben wird.

Neben den ambivalenten Figuren sind die diversen Gegenspieler des Spooks ein Grund, warum ich die Reihe so gerne lese. Joseph Delaney verarbeitet bekannte historische Mythen in seinen Büchern. So treffen wir hier auf den Ziegengott Pan, der eine starke optische Ähnlichkeit zum Teufel hat. Auch die keltische Göttin Morrigan sinnt auf Rache und verwandelt sich mitunter in einen riesigen schwarzen Krähenvogel.

Sterne: 4 von 5

Die große Wildnis (Piers Torday)

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Die Grosse Wildnis von Piers TordayDystopien sind momentan der Renner unter den Jugendbüchern. „Die große Wildnis“ gehört dazu, ist aber vor allem für die etwas jüngeren Leser geeignet. Die Hauptfigur Kester, lebt in einer Welt, in der scheinbar alle Tiere ausgestorben sind. Doch dann bekommt Kester Besuch von Tauben und Kakerlaken, die ihn bitten sie, die letzten Tiere, vor der großen Seuche zu retten.

Trotz des Endzeitthemas ist „Die große Wildnis“ voller Hoffnung und einfach zauberhaft. Das liegt vor allem an den liebenswerten Tierfiguren. Die Kakerlake, die einen auf General macht, der leicht größenwahnsinnige Wolf, die verpeilte weiße Taube und die kleine Tanzmaus haben mich mehrmals zum Lachen gebracht. Es würde mich nicht wundern, wenn es am Ende dieses Buchs ein paar kleine Vegetarier mehr gibt.

Für die ganz Kleinen ist dieses Buch jedoch nicht geeignet. Denn auf der Reise zu dem Heilmittel muss das ein oder andere Tier sein Leben lassen.

„Die große Wildnis“ ist der erste Teil einer mehrteiligen Reihe. So endet dieser Roman auch mit einem kleinen Cliffhanger.

Sterne: 4,5 von 5

Mein Herz zwischen den Zeilen (Jodi Picoult)

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mein herz zwischen den zeilenMein Herz zwischen den Zeilen“ ist ein Jugendroman mit märchenhaften Zügen. Hauptfigur ist die fünfzehnjährige Delilah, die sich in die Märchenfigur Oliver ihres Lieblingsbuchs verliebt.

Das Buch ist liebevoll gestaltet. Die Seiten sind mit Scherenschnitten in schwarz-weiß verziert. Vor jedem Kapitel, das einen Auszug aus dem Märchen widergibt, ist eine farbige, ganzseitige Zeichnung zu finden.

Die Idee zu diesem Buch fand ich großartig, allerdings konnte mich die Umsetzung nicht immer absolut überzeugen.

Für mich war nicht wirklich nachvollziehbar, warum sich Delilah und Oliver ineinander verlieben. Außerdem fehlte mir das Funkensprühen zwischen den beiden.

Zwischendurch hat das Buch ein paar Längen, da es sich vor allem darum dreht, dass Oliver immer wieder mit seinen Versuchen, das Buch zu verlassen, scheitert. Aber das Ende hat mir ziemlichen Spaß gemacht.

Sterne: 3,5 von 5

Indigo – Das Erwachen (Jordan Dane)

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indigo

  • Indigo – Das Erwachen (Indigo Awakening)
  • Autor: Jordan Dane
  • Verlag: Mira
  • Seitenzahl: 364
  • ISBN: 978-3-95649-017-0
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 10.März 2014

Bevor Jordan Dane JA-Fantasy schrieb, verfasste sie einige Romane aus dem Bereich Romantic Suspense.

„Indigo – Das Erwachen“ ist der Auftakt zu einer neuen Urban-Fantasy-Reihe für Jugendliche. Teil 2 ist bereits in den USA erschienen.

Im Mittelpunkt steht eine Reihe Jugendlicher, die von einer Kirchenorganisation verfolgt werden, da sie über besondere Fähigkeiten verfügen. Diese Indigos, die eine Evolutionsstufe weiter sind, müssen sich im Untergrund verstecken.

Dabei gibt es zwei Handlungsstränge, die sich regelmäßig abwechseln. Im ersten Handlungsstrang ist Rayne auf der Suche nach ihrem jüngeren Bruder Lucas. Auf ihren Streifzügen durch L.A. trifft sie auf den geheimnisvollen Gabriel. Parallel dazu ist Lucas auf der Flucht, nachdem er gegen seinen Willen in einer psychiatrischen Anstalt festgehalten wurde. Per Telepathie nimmt ein Mädchen zu ihm Kontakt auf, die schließlich in den Tunneln unter der Stadt trifft.

Wie nicht anders zu erwarten, verlieben sich die einzelnen „Pärchen“ ineinander. Mir persönlich ging dieses viel zu schnell, die Entwicklung der Gefühle war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Dies hatte zur Folge, dass ich mich nicht emotional eingebunden fühlte.

Da es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, blieben natürlich viele Fragen offen. Wer versteckt sich hinter der Kirche, den „Believers“? Was genau bezweckt die Kirche, die die Jugendlichen verfolgt?

Insgesamt blieb mir „Indigo“ etwas zu oberflächlich. Ich habe mich zwar nicht gelangweilt und bin schnell durch das Buch gekommen, aber die Idee hatte durchaus mehr Potential. So setzt sich „Indigo“ nicht von der breiten Masse der YA-Fantasy-Romane ab. Positiv ist aber auf jeden Fall, dass Jordan Dane nicht auf Vampire oder Werwölfe setzt, sondern ihr eigenes Fantasy-Universum schafft.

Sterne: 3 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Wer liebt mich und wenn nicht, warum? (Mara Andeck)

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Adobe Photoshop PDFWer liebt mich und wenn nicht, warum?“ beginnt da, wo der erste Teil, „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“, aufgehört hat. Lilia hat endlich kapiert, dass sie in Tom verliebt ist, doch der will plötzlich nicht mehr.

Auch hier schreibt Lilia wieder Tagebuch und berichtet von ihrem chaotischen Leben. Da sie sich häufig ihre Probleme selbst bereitet und nicht selten ein Fettnäpfchen auslässt, sorgen ihre Einträge für einige Lacher.

Das Vorgängerbuch gefiel mir noch einen Ticken besser, da ich etwas mehr Handlung zumindest im Gedächtnis hatte. Hier jedoch spielt sich ziemlich viel auf der Naturschutzinsel ab.

Zwar ist es schon eine Weile her, dass ich selbst Teenager war, aber meiner Meinung nach hat Mara Andeck das Gefühlsleben verliebter junger Mädchen gut widergegeben.

Der dritte Teil, „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?“, ist pünktlich zum Valentinstag 2014 erschienen.

Sterne: 3,5 von 5

The House of Hades (Rick Riordan)

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house of hadesThe House of Hades“ ist der vierte Teil der Heroes of Olympus“-Reihe. Ein weiterer Teil wird auf jeden Fall noch folgen.

Ich lese Rick Riordans Bücher immer gerne, aber dieses konnte mich nicht so packen wie die vorherigen Folgen. Das lag teilweise daran, dass ich Probleme hatte, die einzelnen Figuren auseinander zu halten. Zwischendurch fragte ich mich immer wieder, ob nun Leo bzw. Frank die zuvor beschriebenen Abenteuer erlebt hatten.

Der Reiz der früheren Bücher lag für mich darin, dass ich die Götter und dazugehörigen Sagen kannte und fasziniert davon war, was Rick Riordan daraus machte. In „The House of Hades“ tauchen eher unbekanntere Sagengestalten auf.

Normalerweise hätte ich vier Sterne vergeben, aber da mich Rick Riordans Bücher sonst mehr fesseln konnten, werden es nur drei. Trotzdem freue ich mich auf die Fortsetzung, auch wenn ich hoffe, dass die Serie damit ein Ende findet. Gerne darf Riordan wieder einen Roman schreiben, der im gleichen Universum spielt, aber vielleicht wäre es besser, wenn er sich auf weniger Hauptfiguren konzentrieren würde.

Sterne: 3 von 5