Archiv der Kategorie: Frauen

Recipe for Love (Katie Fforde)

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recipe for loveIn „Recipe for Love“ dreht sich alles um einen Kochwettbewerb, an dem Zoe teilnimmt. Nebenbei verliebt sie noch in den Juror Gideon, beide müssen aber ihre Beziehung verheimlichen. Aus dieser Konstellation könnte man mehr machen, aber meiner Meinung nach kommt die eigentliche Liebesgeschichte zu kurz. Dafür wird umso ausführlicher beschrieben, wie der Wettbewerb abgehalten wird. Mit den ganzen Intrigen, die dort gesponnen werden, ist dieses zwar auch interessant, aber lenkt von dem Paar Zoe und Gideon ab.

Zoe hat zusätzlich mit ihrer Gutmütigkeit zu kämpfen. Auf mich wirkte sie fast wie Mutter Theresa. So manches Mal hätte es ihr gut getan, nein zu sagen.

Zu Beginn fühlte ich mich ein wenig an „Glücksboten“, mein Lieblingsroman von Katie Fforde, erinnert, die Spannungen zwischen Zoe und Gideon flachen aber schnell ab. Dabei hätte so viel Potential in dem Buch gesteckt.

Sterne: 3 von 5

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Bridget Jones: Mad About The Boy (Helen Fielding)

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mad about the boy

 

  • Titel: Bridget Jones: Mad About The Boy
  • Autor: Helen Fielding
  • Verlag: Random House
  • Seitenzahl: 388
  • ISBN: 978-0-099-59033-0

 

Vorab eine Warnung: Bridget Jones, mittlerweile 50, ist seit fünf Jahren Witwe. Ich verrate hier keine großen Spoiler, da dies bereits auf den ersten Seiten beschrieben wird. Dennoch könnte es eine böse Überraschung für manchen Leser sein, wenn er/sie zu dem Buch greift, in der Hoffnung mehr über Bridgets und Marks glückliches Familienleben zu erfahren.

Natürlich hatte ich zu Beginn auch meine Bedenken. Wie soll es funktionieren, wenn Mark Darcy nicht mehr da ist? Außerdem klang die „Drohung“, dass Bridget sich einen Toy Boy angeln würde, fürchterlich. Ich hatte Bilder von Jennifer Lopez und ihrem prolligen Tänzer vor Augen. Da Bridget aber nicht wie eine 50-jährige wirkt, sondern teilweise wie ein Teenager, funktioniert das ganz gut. Aber das hat auch den Nachteil, dass Bridget fast noch unreifer wirkt als in den vorherigen Teilen. Dass sie Mutter ist, nimmt man ihr am wenigsten ab.

Im Grunde hat Bridget die gleichen Probleme wie früher. Beziehungschaos, bei dem auch keine schlauen Bücherratgeber helfen. Gewichtsprobleme und mehr oder weniger erfolgreiche Diäten. Fettnäpfchen im Berufsleben.

Natürlich trifft der Leser alte Bekannte wieder. Neben Bridgets Freunden ist dies auch Daniel, der Frauenheld, der einige Male für Turbulenzen in Bridgets Leben sorgte. Bridgets Mutter hat auch ihren Auftritt, ist aber nicht ganz so peinlich wie früher. Altersweise ist sie dennoch nicht geworden.

Helen Fielding schildert Bridgets Liebesleben nach dem gleichen Ablauf, wie bereits in „Bridget Jones‘ Diary“. Bridget rennt einem Mann hinterher und erkennt erst spät, dass der andere Mann der richtige für sie ist.

Warum es trotz meiner Kritikpunkte 4 Sterne geworden sind? Weil es Spaß gemacht hat, wieder in Bridgets Welt einzutauchen. Außerdem habe ich mich wieder an die Zeit erinnert, als das erste Buch rauskam und der Film in den Kinos lief.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Wedding Night (Sophie Kinsella)

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wedding night

  • Wedding Night
  • Autor: Sophie Kinsella
  • Verlag: Random House
  • Seitenzahl: 460
  • ISBN: 978-0-552-77852-7
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 27. Februar 2014

 

Sophie Kinsella ist den meisten Lesern sicherlich durch die Shopaholic-Reihe bekannt. Auch wenn ich die Bücher durchaus gerne lese, vertrage ich Rebecca Bloom nur in kleinen Dosen. Deshalb ist es toll, wenn ich zwischendurch zu anderen Büchern von Sophie Kinsella greifen kann.

Natürlich bleibt die Autorin ihrem Stil treu. „Wedding Night“ ist überdreht und hat viel Slapstil-Humor, der manchmal ins Alberne abdriftet, aber immer für einige Lacher sorgt.

„Wedding Night“ wird aus zwei wechselnden Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht der chaotischen Lottie, die gerade ihren Freund verlassen hat, weil er ihr nicht den erhofften Heiratsantrag gemacht hat. Und schließlich aus der Sicht ihrer älteren Schwester Fliss, die gerade mitten in einer Scheidung steckt und Lottie vor dem gleichen Schicksal bewahren möchte. Da Lottie den Heiratsantrag ihrer Jugendliebe angenommen hat, setzt Fliss alles daran, die Hochzeit und eine mögliche Hochzeitsnacht zu sabotieren. Dabei greift sie zu allen möglichen Hilfsmitteln und Tricks, was zu einigen großartigen Szenen mit vielen Peinlichkeiten führt. Alle Leser von Sophie Kinsella wissen, hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Gleichzeitig erzählt Sophie Kinsella zwei Liebesgeschichten. Sowohl Lottie als auch Fliss werden am Ende ihren Partner gefunden haben. Dieser Erzählstil funktioniert ganz gut, wobei ich mir gerade für Fliss’ Geschichte mehr Seiten gewünscht hätte. So blieb die Beziehung bzw. die vorsichtige Annäherung ein wenig zu sehr an der Oberfläche.

„Wedding Night“ ist ein unterhaltsamer Frauenroman, der für viele Lacher sorgt. Allerdings darf der Leser nicht zu große Ansprüche an den Realismus stellen, sondern sollte einfach abschalten und sich unterhalten lassen.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Komm wieder zurück (Deborah Reed)

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komm wieder zurückNachdem Annie erfährt, dass sie von ihrem Lebensgefährten betrogen wurde, fällt sie in ein Loch. Erst als ihr Bruder wegen Mordverdacht verhaftet wird, findet Annie langsam wieder zurück.

Komm wieder zurück“ ist kein fröhliches, sondern vielmehr ein melancholisches Buch. Da ich selbst momentan nicht gut drauf bin, passte es perfekt zu meiner Stimmung.

Mit Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln wird von Annies jetzigem Leben und ihrer Kindheit sowie Jugend erzählt. Der Tod ihres Vaters war ein bedeutender Wendepunkt, an dem ihre Familie fast zerbrach. Doch immer wieder zeigt sich, dass Annie eine starke Frau ist und sich aufrappelt.

„Komm wieder zurück“ ist ein leiser Roman. Wer ruhig erzählte Familiengeschichten mag, liegt hier nicht falsch.

Sterne: 4 von 5

Und dennoch ist es Liebe (Jodi Picoult)

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Als Paige fünf war, verließ ihre Mutter die Familie, was Paige auch als Erwachsene noch nicht verarbeitet hat. Jetzt ist sie mit dem Herzchirugen Nicholas verheiratet und hat ein kleines Kind. Als ihr alles über den Kopf wächst, verlässt sie ihre kleine Familie und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.

„Und dennoch ist es Liebe“ war mein erstes Buch von Jodi Picoult. Da ich es durchaus lesenswert, aber nicht immer fesselnd oder überzeugend fand, werde ich dennoch ein weiteres Buch von ihr lesen. Ich bin einfach optimistisch, dass die neueren Bücher mehr meinen Geschmack finden. Schließlich erschien „Und dennoch ist es Liebe“ bereits im Jahr 1993 im Original.

Während es sicherlich die Intention der Autorin war, dass der Leser sich sowohl in Paige als auch in Nicholas einfinden kann, blieb mir letzterer zum Großteil fremd. Für mich war meist kaum nachvollziehbar, warum Paige Nicholas so liebt und sich so lange für ihn verbiegt.
Nicholas selbst wirkt bis kurz vor dem Ende wie ein verstockter Egoist, der nicht verstehen will, was für ein Leben Paige geführt hat, auch für ihn. Es geht immer nur darum, was für Opfer er gebracht hat.

Das offene Ende dürfte dem einen oder anderen nicht gefallen. Ich habe es mittlerweile zweimal gelesen und je nachdem, in welcher Stimmung ich bin, interpretiere ich es in die eine oder die andere Richtung.

Trotz allem habe ich das Buch ganz gerne gelesen, da Jodi Picoult gut erzählen kann. Auch wenn das Buch ein paar kleine Längen hat, ist es meist kurzweilig zu lesen.

Sterne: 3 von 5

An einem Tag in Paris (Ellen Sussman)

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an einem tag in parisParis an einem Tag: Drei Sprachlehrer begleiten begleiten jeweils ihre Schüler und bringen deren emotionales Leben durcheinander.

Manchmal frage ich mich, was Verlage damit bezwecken, wenn sie mit ihrer Buchgestaltung und der zugehörigen Beschreibung einen anderen Eindruck über den Inhalt des Buchs erwecken. Schließlich wird der Leser spätestens beim Lesen feststellen, dass seine Erwartungen nicht erfüllt werden. „An einem Tag in Paris“ ist keine romantische Liebesgeschichte. Zwar geht es hier auch um Liebe, aber vor allem in Verbindung mit Trauer und Enttäuschung.

In drei verschiedenen Episoden erhält der Leser Einblick in das Liebesleben der Sprachschüler. Mich störte dabei aber, dass es fast immer um das Fremdgehen ging. Entweder hatte eine Frau einen verheirateten Liebhaber oder der glücklich verheiratete Mann spekulierte darüber, wie attraktiv er seine Sprachlehrerin findet.

Gelungen fand ich den Bogen, den Ellen Sussman vom Anfang bis zum Ende ihres Romans schlägt.

Sterne: 3 von 5

Wiedersehen in Stormy Meadows (Sarah Harvey)

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Noch immer hat Natalie den Tod ihres Mannes Rob nicht verwunden. Über die Feiertage reist sie zusammen mit ihrer Stieftochter Cas nach Cornwall zu ihrer entfremdeten Mutter. Langsam findet Natalie wieder ins Leben zurück und nähert sich Cas und ihrer Mutter wieder an.

Was für ein schönes Buch, das mir wirklich zu Herzen gegangen ist. Vielleicht bin ich dieser Tage etwas näher am Wasser gebaut, aber ich habe beim Lesen tatsächlich die ein oder andere Träne verdrückt.

Sarah Harvey war mir bisher nur als Autorin von Chick Lit oder humorvollen Liebesromanen bekannt. Ihr letzten Bücher hatten mich eher enttäuscht. Deswegen waren meine Erwartungen an „Wiedersehen in Stormy Meadows“ auch nicht besonders hoch.

Nach diesem Buch bin ich aber die Meinung, Sarah Harvey sollte mehr ernsthafte Frauenromane schreiben, denn das kann sie wirklich gut. Ich habe mit Natalie mitgelitten, ohne dass sie mir auf die Nerven ging. Ich konnte gut nachvollziehen, wie sie um ihren Mann trauert und sich eine gute Beziehung zu ihrer Stieftochter wünscht.

„Wiedersehen in Stormy Meadows“ ist warmherzig und ich habe die Figuren schnell ins Herz geschlossen.

Wer jedoch nichts mit Frauenromanen am Hut hat, sollte von diesem Buch die Finger lassen.

Sterne: 4 von 5