Archiv der Kategorie: 4,5 Sterne

Weil ich Layken liebe (Colleen Hoover)

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weil ich layken liebeDa ich bereits vorher bereits von „Weil ich Layken liebe“ gehört hatte, waren meine Erwartungen entsprechend hoch.

Nach den ersten zwei Kapiteln war ich ein wenig enttäuscht, da für mich das große Kribbeln zwischen Layken und Will nicht ganz rüber kam. Sobald aber das Schicksal zuschlug“ (ich will nicht verraten, um was es geht), hatte mich das Buch gepackt.

Zwar überschlagen sich die Ereignisse und es kommt für alle Personen ziemlich dicke, so dass mancher Leser dieses als unrealistisch kritisieren würde, aber das Buch zeichnet sich durch die glaubwürdigen Handlungen der Figuren aus.

Colleen Hoover hat es mehrmals geschafft, mich zu Tränen zu rühren, sowohl mit tragischen als auch hoffnungsvollen Szenen. Am Ende bleibt der Leser mit einem positiven Gefühl zurück.

Ich freue mich auf den zweiten Teil, der zwar nicht unbedingt notwendig ist, da die Geschichte eigentlich als abgeschlossen gelten kann, aber auf den ich trotzdem neugierig bin.

Sterne: 4,5 von 5

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Die große Wildnis (Piers Torday)

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Die Grosse Wildnis von Piers TordayDystopien sind momentan der Renner unter den Jugendbüchern. „Die große Wildnis“ gehört dazu, ist aber vor allem für die etwas jüngeren Leser geeignet. Die Hauptfigur Kester, lebt in einer Welt, in der scheinbar alle Tiere ausgestorben sind. Doch dann bekommt Kester Besuch von Tauben und Kakerlaken, die ihn bitten sie, die letzten Tiere, vor der großen Seuche zu retten.

Trotz des Endzeitthemas ist „Die große Wildnis“ voller Hoffnung und einfach zauberhaft. Das liegt vor allem an den liebenswerten Tierfiguren. Die Kakerlake, die einen auf General macht, der leicht größenwahnsinnige Wolf, die verpeilte weiße Taube und die kleine Tanzmaus haben mich mehrmals zum Lachen gebracht. Es würde mich nicht wundern, wenn es am Ende dieses Buchs ein paar kleine Vegetarier mehr gibt.

Für die ganz Kleinen ist dieses Buch jedoch nicht geeignet. Denn auf der Reise zu dem Heilmittel muss das ein oder andere Tier sein Leben lassen.

„Die große Wildnis“ ist der erste Teil einer mehrteiligen Reihe. So endet dieser Roman auch mit einem kleinen Cliffhanger.

Sterne: 4,5 von 5

Wen der Rabe ruft (Maggie Stiefvater)

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wen der rabe ruftMit „Wen der Rabe ruft“ ist Maggie Stiefvater ein toller Auftakt zu einer neuen Reihe gelungen. Dieses Mal geht es nicht um Werwölfe, sondern um Wahrsager, Zauber und walisische Könige.

Wen der Rabe ruft“ ist nicht ganz so melancholisch wie die Werwolf-Reihe. Zwar haben es die Figuren hier auch nicht leider, aber das gesamte Buch verströmt wesentlich mehr Lebensfreude.

Dabei geht es äußerst mysteriös zu. Lange rätselt der Leser, welche Geheimnisse die einzelnen Figuren haben.

Die Figuren sind überhaupt die Stärke dieses Buchs. Maggie Stiefvater nimmt sich viel Zeit, die einzelnen Charaktere ausführlich vorzustellen. Da die Reihe auf mehrere Bände angelegt ist, ist auch keine Eile erforderlich.

Auf jeden Fall konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich es erst einmal angefangen hatte.

Sterne: 4,5 von 5

The Diabolist (Layton Green)

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Nach weltweit mehreren Morden an Führern von okkulten Sekten, wie einer satanischen Kirche, machen sich Viktor Radek und Dominic Grey auf die Suche nach dem Täter.

„The Diabolist“ ist der dritte Teil der Dominic Grey-Serie. Ich kenne die ersten beiden Bücher noch nicht, hatte aber dennoch kein Problem mit diesem Teil, da keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich sind.

Mit Viktor Radek und Dominic Grey hat Layton Green ein interessantes Duo geschaffen. Radek ist Spezialist für Okkultes und ein angesehener Professor, der allerdings ein kleines Absinthproblem zu haben scheint. Grey ist eine Kampfmaschine, aber trotzdem nicht auf den Kopf gefallen.

„The Diabolist“ gehört sicherlich in das gleiche Genre wie Dan Browns Romane, aber ich fühlte zu Beginn vor allem an „Die neun Pforten“ von Arturo Perez-Reverte, verfilmt mit Johnny Depp, erinnert. Paris, eine Teufelssekte, eine geheimnisvolle Frau, …

Bis zum Ende war ich mir nicht sicher, ob Layton Green für manchne Ereignisse eine logische Erklärung bringen würde oder ob er mit übersinnlichen Elementen spielte.

„The Diabolist“ ist rasant und spannend. Ich bin froh, dieses Buch für mich entdeckt zu haben.

Sterne: 4,5 von 5

Und nachts die Angst (Carlo Norton)

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Sechs Jahres ist es her, dass Reeve aus den Händen eines Kinderschänders, der sie jahrelang folterte, befreit wurde. Noch immer ist sie in psychologischer Behandlung. Trotzdem ist sie bereit einem Mädchen zu helfen, das ein ähnliches Schicksal hatte. Schnell stellt Reeve fest, dass Tilly immer noch Angst vor ihrem Peiniger hat und der Polizei etwas verschweigt.

Carla Norton hat sich bisher durch ihre True Crime-Bücher einen Namen gemacht. „Perfect Victim“ steht auf der Leseliste des FBI und der dort beschriebene Fall lieferte die Idee zu „Und nachts die Angst„.

„Und nachts die Angst“ setzt da an, wo die meisten Thriller aufhören. Nämlich nach der Befreiung der Opfer. So führt Carla Norton dem Leser auch ganz deutlich vor Augen, wie schwierig das Leben nach solchen Ereignissen ist. Das macht sie unfühlsam, ohne sensationslüstern die erlebten Qualen der Mädchen auszuschlachten. Für den Leser ist es schon ausreichend mitzuerleben, wie Reeve ihr fast zerbrochenes Leben wieder zusammenkitten muss. Das hat mich deutlich mehr geschockt als detaillierte blutige Szenen.

Die Aufklärung des Verbrechens an Tilly wird aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht von Reeve und dann immer mal wieder aus der Sicht des Täters. So weiß der Leser schon ziemlich viel, aber dennoch wird die Spannung gewahrt.

Leider konnte ich noch nicht herausfinden, ob eine Fortsetzung geplant ist. Ich würde mich aber auf jeden Fall freuen, wenn ich weiter verfolgen könnte, wie Reeve ihr Leben meistert.

Sterne: 4,5 von 5

autoreverse (Kai Thomas Geiger)

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autoreverseIn den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts: Marc und sein bester Freund entdecken gerade Hard Rock für sich. Ein AC/DC-Fanclub muss gegründet werden!

In „autoreverse“ geht es um mehr als nur Musik. Es geht Freundschaft, Jugend und Erwachsenwerden im Stuttgart der 80er Jahre.

Auch wenn ich selbst zehn Jahre jünger als die Hauptfiguren bin, fühlte ich mich beim Lesen doch an meine Jugend erinnert. Auch mein Konfirmationsgeld wurde in eine Anlage investiert. Zwar kamen gerade CDs auf, aber Kassetten und die Funktion Autoreverse sind mir noch in guter Erinnerung. „We will rock you“ von Queen wurde in der Schule nachgeklatscht und AC/CD lief auf den Partys.

Kai Thomas Geiger erzählt so treffend und humorvoll, dass ich zwischendurch immer wieder vergaß, dass es sich hierbei um einen Roman und nicht seine Jugenderinnerungen handelt. Mich würde es aber nicht wundern, wenn „autoreverse“ einige autobiographische Züge hat.

Diese Reise in die Vergangenheit macht Spaß und lässt sich wunderbar lesen, ohne dabei zu oberflächlich zu sein.

Sterne: 4,5 von 5

The Hobbit: An Unexpected Journey – Chronicles: Art & Design (Daniel Falconer)

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hobbitAllein optisch macht dieses Buch schon einiges her. Der Einband ist geprägt, vorne kann Thorins Karte aufgeklappt werden, hinten befindet sich Bilbos Vertrag, der sich über drei aufklappbare Seiten erstreckt.

In einem Kapitel dreht sich alles um Hobbits: Bilbos Ausstattung, seine Hauseinrichtung und die Kostüme weiterer Hobbits. Dazu gibt es Fotos und Zeichnungen.

Ein weiteres Kapitel ist ganz den Zwergen gewidmet. Waffen, Frisuren, Tätowierungen und Bekleidung werden ausführlich behandelt. Auf jeden Zwerg wird einzeln eingegangen.

Auch die Zauberer werden nicht vergessen. Ein Schwerpunkt liegt auf Radagast, seinem Schlitten und seinem Haus.

Die Elben, Gollum, Wargreiter, Trolle und Goblins werden auch nicht vergessen.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch jeden Cent wert. Fans des Films werden nicht enttäuscht sein, Liebhaber der Bücher vermutlich auch nicht.

Sterne: 4,5 von 5