Archiv der Kategorie: 4 Sterne

The Spook’s Destiny (Joseph Delaney)

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spook destinyMit „The Spook’s Destiny“ geht es in die mittlerweile achte Runde für Tom Ward, den Lehrling des Geisterjägers. Tom, Alice und der Spook reisen nach Irland, wo sie auf mächtige Zauberer treffen, die den alten Gott Pan erwecken möchten. Auch der Teufel verfolgt sie, denn er setzt alles daran, Toms Seele einzutreiben.

Die Spook-Reihe ist hauptsächlich für Jugendliche geschrieben, jedoch für Erwachsene genauso lesenswert. Zwar laufen die Spook-Bücher unter Horror, gegruselt habe ich mich jedoch selten. Allerdings geht es ziemlich blutig zu. Es werden Menschenopfer zelebriert und der Teufel wird mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft.

Zu meinen Lieblingsfiguren gehören die junge Hexe Alice und die Assassine Grimalkin. In „The Spook’s Destiny“ hat Alice ein einschneidendes Erlebnis. Alles deutet darauf hin, dass dieses einen starken Einfluss auf ihre zukünftigen Entscheidungen und Entwicklung haben wird.

Neben den ambivalenten Figuren sind die diversen Gegenspieler des Spooks ein Grund, warum ich die Reihe so gerne lese. Joseph Delaney verarbeitet bekannte historische Mythen in seinen Büchern. So treffen wir hier auf den Ziegengott Pan, der eine starke optische Ähnlichkeit zum Teufel hat. Auch die keltische Göttin Morrigan sinnt auf Rache und verwandelt sich mitunter in einen riesigen schwarzen Krähenvogel.

Sterne: 4 von 5

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Bridget Jones: Mad About The Boy (Helen Fielding)

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mad about the boy

 

  • Titel: Bridget Jones: Mad About The Boy
  • Autor: Helen Fielding
  • Verlag: Random House
  • Seitenzahl: 388
  • ISBN: 978-0-099-59033-0

 

Vorab eine Warnung: Bridget Jones, mittlerweile 50, ist seit fünf Jahren Witwe. Ich verrate hier keine großen Spoiler, da dies bereits auf den ersten Seiten beschrieben wird. Dennoch könnte es eine böse Überraschung für manchen Leser sein, wenn er/sie zu dem Buch greift, in der Hoffnung mehr über Bridgets und Marks glückliches Familienleben zu erfahren.

Natürlich hatte ich zu Beginn auch meine Bedenken. Wie soll es funktionieren, wenn Mark Darcy nicht mehr da ist? Außerdem klang die „Drohung“, dass Bridget sich einen Toy Boy angeln würde, fürchterlich. Ich hatte Bilder von Jennifer Lopez und ihrem prolligen Tänzer vor Augen. Da Bridget aber nicht wie eine 50-jährige wirkt, sondern teilweise wie ein Teenager, funktioniert das ganz gut. Aber das hat auch den Nachteil, dass Bridget fast noch unreifer wirkt als in den vorherigen Teilen. Dass sie Mutter ist, nimmt man ihr am wenigsten ab.

Im Grunde hat Bridget die gleichen Probleme wie früher. Beziehungschaos, bei dem auch keine schlauen Bücherratgeber helfen. Gewichtsprobleme und mehr oder weniger erfolgreiche Diäten. Fettnäpfchen im Berufsleben.

Natürlich trifft der Leser alte Bekannte wieder. Neben Bridgets Freunden ist dies auch Daniel, der Frauenheld, der einige Male für Turbulenzen in Bridgets Leben sorgte. Bridgets Mutter hat auch ihren Auftritt, ist aber nicht ganz so peinlich wie früher. Altersweise ist sie dennoch nicht geworden.

Helen Fielding schildert Bridgets Liebesleben nach dem gleichen Ablauf, wie bereits in „Bridget Jones‘ Diary“. Bridget rennt einem Mann hinterher und erkennt erst spät, dass der andere Mann der richtige für sie ist.

Warum es trotz meiner Kritikpunkte 4 Sterne geworden sind? Weil es Spaß gemacht hat, wieder in Bridgets Welt einzutauchen. Außerdem habe ich mich wieder an die Zeit erinnert, als das erste Buch rauskam und der Film in den Kinos lief.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Blutiger Engel (Kate Rhodes)

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blutiger engelSie läuft wieder…

… aber glücklicherweise nicht mehr so viel wie im ersten Band. Oder die Handlung hat mich einfach davon abgehalten, die Anzahl der Laufattacken von Alice zu zählen.

Der erste Teil hatte mir nicht so gut gefallen, aber zum Glück habe ich der Autorin noch eine Chance gegeben. Mit „Blutiger Engel“ hat sie einen guten Thriller abgeliefert. Für Neueinsteiger ist es übrigens nicht nötig, das vorherige Buch zu lesen.

Der Fall ist spannend und mit einer Auflösung, die nicht bereits nach der Hälfte des Buchs zu erkennen ist. Es gibt einige überraschende Wendungen und bleibt unvorhersehbar.

In Alice‘ Privatleben bleibt es weiter turbulent. Das Schicksal ihres Bruders wird den Leser sicherlich über weitere Teile der Reihe hinweg begleiten. Außerdem bin ich gespannt, wie sich ihr Liebesleben entwickeln wird.

Sterne: 4 von 5

Wedding Night (Sophie Kinsella)

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wedding night

  • Wedding Night
  • Autor: Sophie Kinsella
  • Verlag: Random House
  • Seitenzahl: 460
  • ISBN: 978-0-552-77852-7
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 27. Februar 2014

 

Sophie Kinsella ist den meisten Lesern sicherlich durch die Shopaholic-Reihe bekannt. Auch wenn ich die Bücher durchaus gerne lese, vertrage ich Rebecca Bloom nur in kleinen Dosen. Deshalb ist es toll, wenn ich zwischendurch zu anderen Büchern von Sophie Kinsella greifen kann.

Natürlich bleibt die Autorin ihrem Stil treu. „Wedding Night“ ist überdreht und hat viel Slapstil-Humor, der manchmal ins Alberne abdriftet, aber immer für einige Lacher sorgt.

„Wedding Night“ wird aus zwei wechselnden Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht der chaotischen Lottie, die gerade ihren Freund verlassen hat, weil er ihr nicht den erhofften Heiratsantrag gemacht hat. Und schließlich aus der Sicht ihrer älteren Schwester Fliss, die gerade mitten in einer Scheidung steckt und Lottie vor dem gleichen Schicksal bewahren möchte. Da Lottie den Heiratsantrag ihrer Jugendliebe angenommen hat, setzt Fliss alles daran, die Hochzeit und eine mögliche Hochzeitsnacht zu sabotieren. Dabei greift sie zu allen möglichen Hilfsmitteln und Tricks, was zu einigen großartigen Szenen mit vielen Peinlichkeiten führt. Alle Leser von Sophie Kinsella wissen, hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Gleichzeitig erzählt Sophie Kinsella zwei Liebesgeschichten. Sowohl Lottie als auch Fliss werden am Ende ihren Partner gefunden haben. Dieser Erzählstil funktioniert ganz gut, wobei ich mir gerade für Fliss’ Geschichte mehr Seiten gewünscht hätte. So blieb die Beziehung bzw. die vorsichtige Annäherung ein wenig zu sehr an der Oberfläche.

„Wedding Night“ ist ein unterhaltsamer Frauenroman, der für viele Lacher sorgt. Allerdings darf der Leser nicht zu große Ansprüche an den Realismus stellen, sondern sollte einfach abschalten und sich unterhalten lassen.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Zorneskalt (Colette McBeth)

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zorneskaltZorneskalt“ ist kein Thriller, in dem das Blut spritzt, sondern hier es geht um Psychospielchen mit Stalking und Rache. Also ein Psychothriller im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Handlung wird in Form eines Briefes erzählt, den die Erzählerin ihrer besten Freundin, die verschwunden ist, schreibt. Zu Beginn hatte ich mit diesem Stilmittel meine Probleme, aber zum Ende hin wurde klar, warum die Autorin dieses Mittel wählte.

Der Leser ahnt bereits relativ früh, was genau hinter dem Verschwinden von Clara steckt. Gut gefiel mir, dass auch Rachel nicht lange im Dunkeln tappt und schnell die Initiative ergreift.

„Zorneskalt“ braucht etwas, um ein Fahrt zu kommen, aber dann ist es wirklich spannend. Das Ende ist fies und ließ mich darüber nachdenken, ob es nicht zwei Seiten einer Medaille gibt.

Sterne: 4 von 5

Feuer im Kopf: Meine Zeit des Wahnsinns (Susannah Cahalan)

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feuer im kopfAuf dieses Buch wurde ich durch eine Freundin aufmerksam. Wir hatten uns über Fehldiagnosen und den glücklichen Zufall, nach mehreren Anläufen den richtigen Arzt zu finden, unterhalten und sie erzählte mir von Susannah Cahalans Krankengeschichte.

Susannahs Schilderungen berühren einen und hinterlassen auch ein leichtes Grauen, wenn einem bewusst wird, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn Susannah zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort gewesen wäre. Sie hatte Glück, dass die richtigen Ärzte ihre Wege kreuzten.

Außerdem führt „Feuer im Kopf“ nochmals vor Augen, wie wichtig Familie und Freunde sind. Ohne deren Einsatz wäre Susannah vermutlich verloren gewesen.

Allerdings lag mir der Schreibstil nicht immer. Vielleicht hatte ich gewisse Vorurteile, da Susannah bei der New York Post, vergleichbar mit der Bild, arbeitet, aber manchmal wirkte es zu reißerisch. So z.B. wenn sie die Hirnbiopsie beschreibt. Da benötige ich keinen Quasi-Livebricht, mir reicht es auch, wenn die Schritte der Mediziner neutraler beschrieben werden.

Eine kleine Anekdote zum Abschluss: da ich gerade die Serie „Hannibal“ geguckt habe, kam mir „Feuer im Kopf“ noch düsterer vor. Schließlich leidet Will Turner ebenfalls an Enzephalitis.

Sterne: 4 von 5

Kahlschlag (Joe R. Lansdale)

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kahlschlagMittlerweile habe ich schon viele verschiedene Romane von Joe R. Lansdale gelesen. Davon gefielen mir die, die während der 30er Jahre in den Südstaaten spielen, am besten. Auch Kahlschlag“ spielt zu dieser Zeit, kommt meiner Meinung nach aber nicht die wundervollen Romane „Dunkle Gewässer“ und „Die Wälder am Fluss“ heran.

Anders als in den beiden letztgenannten Büchern wird in „Kahlschlag“ die Handlung nicht aus der Sicht eines Kindes bzw. Jugendlichen beschrieben. Die Hauptfigur Sunset ist eine erwachsene Frau, die ihren brutalen Ehemann erschießt.

Schonungslos schildert Lansdale das Leben in Texas. Auch wenn mir klar ist, wie Schwarze und Frauen zur damaligen Zeit behandelt wurden, bin ich jedes Mal wieder überrascht, wenn plötzlich von einem Auto die Rede ist und mir somit vor Augen geführt wird, dass diese Zeit noch nicht so lange zurück liegt.

Wie immer schafft es Lansdale faszinierende Figuren zum Leben zu erwecken. Allerdings begann nach einem furiosen Einstieg eine leichte Durststrecke, die dafür sorgte, dass ich das Buch nicht an einem Stück weiter las und sogar ein paar Tage Pause machte. Dann kommt zum Glück aber wieder richtig Spannung auf.

Sterne: 4 von 5