Archiv der Kategorie: 3,5 Sterne

Mein Herz zwischen den Zeilen (Jodi Picoult)

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mein herz zwischen den zeilenMein Herz zwischen den Zeilen“ ist ein Jugendroman mit märchenhaften Zügen. Hauptfigur ist die fünfzehnjährige Delilah, die sich in die Märchenfigur Oliver ihres Lieblingsbuchs verliebt.

Das Buch ist liebevoll gestaltet. Die Seiten sind mit Scherenschnitten in schwarz-weiß verziert. Vor jedem Kapitel, das einen Auszug aus dem Märchen widergibt, ist eine farbige, ganzseitige Zeichnung zu finden.

Die Idee zu diesem Buch fand ich großartig, allerdings konnte mich die Umsetzung nicht immer absolut überzeugen.

Für mich war nicht wirklich nachvollziehbar, warum sich Delilah und Oliver ineinander verlieben. Außerdem fehlte mir das Funkensprühen zwischen den beiden.

Zwischendurch hat das Buch ein paar Längen, da es sich vor allem darum dreht, dass Oliver immer wieder mit seinen Versuchen, das Buch zu verlassen, scheitert. Aber das Ende hat mir ziemlichen Spaß gemacht.

Sterne: 3,5 von 5

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Wer liebt mich und wenn nicht, warum? (Mara Andeck)

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Adobe Photoshop PDFWer liebt mich und wenn nicht, warum?“ beginnt da, wo der erste Teil, „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“, aufgehört hat. Lilia hat endlich kapiert, dass sie in Tom verliebt ist, doch der will plötzlich nicht mehr.

Auch hier schreibt Lilia wieder Tagebuch und berichtet von ihrem chaotischen Leben. Da sie sich häufig ihre Probleme selbst bereitet und nicht selten ein Fettnäpfchen auslässt, sorgen ihre Einträge für einige Lacher.

Das Vorgängerbuch gefiel mir noch einen Ticken besser, da ich etwas mehr Handlung zumindest im Gedächtnis hatte. Hier jedoch spielt sich ziemlich viel auf der Naturschutzinsel ab.

Zwar ist es schon eine Weile her, dass ich selbst Teenager war, aber meiner Meinung nach hat Mara Andeck das Gefühlsleben verliebter junger Mädchen gut widergegeben.

Der dritte Teil, „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?“, ist pünktlich zum Valentinstag 2014 erschienen.

Sterne: 3,5 von 5

Cherry Bomb (J.A. Konrath)

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Lesern, die noch nie ein Buch aus der Jack Daniels-Reihe gelesen haben, würde ich abraten, ausgerechnet mit diesem zu starten. Denn „Cherry Bomb“ baut auf „Rusty Nail“ und ganz besonders auf „Fuzzy Navel“ auf. Durch einen blöden Zufall habe ich „Fuzzy Navel“ nicht gelesen, bin mir aber aufgrund der Ereignisse in „Cherry Bomb“ ziemlich sicher, dass beide Romane direkt an einander anschließen. Das bedeutet natürlich auch, dass ich nun weiß, wie „Fuzzy Navel“ endet.

„Cherry Bomb“ ist von der Grundstimmung düsterer als die ersten Bücher der Reihe. J.A. Konrath macht nämlich nicht davor Halt, liebgewonnene Figuren aus Jacks Umfeld über die Klinge springen zu lassen. So kommt es dann auch, dass Jack Daniels auf einem Rachefeldzug ist.

Dennoch gibt es auch hier wieder einige humorvolle Szenen, die sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack sein dürften. Protagonist ist ein Makake, den sich Harry als Haustier zugelegt hat. Dieser Affe liebt es, mit seinen Köperausscheidungen um sich zu werfen. Dies als kleine Warnung.

Sterne: 3,5 von 5

Hand in Hand in Virgin River (Robyn Carr)

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  • virgin riverHand in Hand in Virgin River (Harvest Moon)
  • Autor: Robyn Carr
  • Verlag: Mira
  • Seitenzahl: 331
  • ISBN: 978-3-86278-863-7
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 10. Januar 2014

Inhalt:

Kelly hat keine Lust mehr auf ihren stressigen Job als Köchin in einem Nobelrestaurant. Sie wirft alles hin und zieht zu ihrer Schwester nach Virgin River. Dort trifft sie auf Lief, einem Witwer mit einer aufmüpfigen Stieftochter.

Rezension:

Vor einigen Jahren habe ich Robyn Carr für mich entdeckt, damals wurden die Bücher noch nicht ins Deutsche übersetzt. „Virgin River“ und „Shelter Mountain“ fand ich so großartig, so dass ich alle weiteren Bücher der Reihe gelesen habe. Aber nach Buch 14 hatte ich genug, da mir das Besondere dieser Reihe irgendwann fehlte. Mit diesem Abstand habe ich nun wieder ein Buch von Robyn Carr gelesen, nämlich „Hand in Hand in Virgin River“.

Diese Pause hat mir und somit meiner Einstellung gegenüber der Serie eindeutig gut getan. Ein Vorteil ist zudem, dass sowohl Kelly als auch Lief neu in Virgin River sind, der Leser also keine Vorkenntnisse benötigt.

Als „hot and steamy“ kann man „Hand in Hand in Virgin River“ nicht unbedingt bezeichnen. Zwischen Kelly und Lief geht es vor allem harmonisch zu. Das Konfliktpotential bietet Liefs Tochter Courtney, die nicht über den Tod ihrer Mutter hinweggekommen ist und unter Verlustangst leidet. So fand ich den Konflikt mit Courtneys leiblichen Vater dann auch spannender als Kellys und Liefs Liebesgeschichte, die wie zu erwarten verlief. Dennoch hat mir auch deren Liebesgeschichte Spaß gemacht, auch wenn sie nicht viele Überraschungen bot. Aber manchmal läuft das Leben so.

Die Virgin River-Reihe lebt von den liebevoll gezeichneten Figuren und ihr Miteinander. Hier geht es nicht spektakulär zu, sondern das Idyllische prägt das Bild. Langjährige Leser werden sich freuen, alte Bekannte wieder zu treffen. Wer einfach mal abschalten und einen gemütlichen Tag auf dem Sofa verbringen möchte, sollte zu Robyn Carr greifen. Wer mehr über Kellys Schwester Jillian lesen möchte, sollte zu „Liebeserwachen in Virgin River“ greifen.

Sterne: 3,5 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

The Killing Game (J. A. Kerley)

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killing gameMehrere scheinbar wahllose Morde lassen Carson Ryder und seinen Kollegen Harry fast verzweifeln. Als der Verdacht aufkommt, Carson hätte den Mörder durch eine unbedachte Äußerung provoziert, bekommt er zusätzlich Ärger mit seinem Vorgesetzten.

Carson und Harry ermitteln wieder gemeinsam. Das war ja in den letzten Büchern nicht immer der Fall. Auch Carsons psychopathischer Bruder Jeremy hat einen kurzen Auftritt. Und gerade diese Konstellationen machen J.A. Kerleys Thriller für mich so lesenswert.

Vor dem Erscheinen vor „The Killing Game“ konnte auf Kerley Homepage nachgelesen werden, dass der Veröffentlichungstermin nach hinten verschoben wurde, damit der zeitliche Abstand zum nächsten Buch nicht zu groß wird, so dass die Leser nicht vor Spannung umkommen. Somit hatte ich einen fiesen Cliffhanger erwartet, der sich aber als relativ harmlos herausstellte.

„The Killing Game“ ist spannend und brutal, auch wenn der Mörder dem Leser bereits von Anfang an bekannt ist. Allerdings sind die Mordszenen nicht explizierter als in anderen Carson Ryder-Büchern. Und im Vergleich zu anderen Thrillern geht es hier sogar noch ziemlich harmlos zu.

Sterne: 3,5 von 5

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte (Peter Heller)

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das-ende-der-sterne-wie-big-hig-sie-kannte-072225210Amerika nach der Apokalypse. Hig hat dank einer Grippeepidemie alles bis auf seinen Hund Jasper und sein kleines Flugzeug verloren. Nach sieben Jahren macht er sich auf, mit dem Flieger das Land zu überfliegen.

Dystopien überschwemmen momentan den Büchermarkt. Ich habe davon einige gelesen, aber „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ ist ganz anders als die bisherigen Romane dieser Art.

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ ist ein leiser, fast philosophischer Roman.“ Obwohl Hig nahezu allein da steht und permanent Angst vor lebensgefährlichen Überfällen haben muss, scheint er sich mit der Situation arrangiert zu haben. Er liebt die Natur, das Leben an sich.

Doch so schön Higs Betrachtungen der Natur beschrieben sind, zur Mitte hin hatte das Buch meiner Meinung nach einen kleinen Durchhänger und zog sich ein wenig. Zum Ende hin nahm es wieder Fahrt auf.

Peter Heller verzichtet in seinem Roman vollkommen auf die wörtliche Rede. So ist es nicht immer einfach, auf dem ersten Blick zu erkennen, ob es sich nur um einen Gedanken oder um ein gesprochenes Wort handelt. Allerdings unterstützt dieses Stilmittel den Eindruck der isolierten und vereinsamten Welt, in der Hig lebt.

„Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ ist ein ruhiger, manchmal nachdenklich machender Roman.

Sterne: 3,5 von 5

Not Quite Mine (Catherine Bybee)

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Hotelerbin Katie Morrison ist schon seit ihrer Jugend in Dean Prescott verliebt, mit dem sie vor ein paar Jahren zusammen war. Alles wird noch komplizierter, als Katie einen Säugling findet, der vor ihrer Tür abgelegt wurde.

Bei „Not Quite Mine“ heißt es Hirn ausschalten, zurücklehnen und entspannen. Dabei sollte besser nicht darüber nachgedacht werden, was der Baby-Plot mit all den Verrenkungen, die Katie veranstaltet, soll. Denn hier ist so einiges an den Haaren herbeigezogen.

Ansonsten ist „Not Quite Mine“ ein schöner Liebesroman, der gut unterhält und das liefert, was das Herz begehrt. Catherine Bybee ist eine Autorin, die ich im Auge behalten werde. Ihre Charaktere sind liebenswert, so dass es dem Leser leicht fällt, mit ihnen mitzufiebern.

Sterne: 3,5 von 5