Archiv für den Monat April 2014

Die große Wildnis (Piers Torday)

Standard

Die Grosse Wildnis von Piers TordayDystopien sind momentan der Renner unter den Jugendbüchern. „Die große Wildnis“ gehört dazu, ist aber vor allem für die etwas jüngeren Leser geeignet. Die Hauptfigur Kester, lebt in einer Welt, in der scheinbar alle Tiere ausgestorben sind. Doch dann bekommt Kester Besuch von Tauben und Kakerlaken, die ihn bitten sie, die letzten Tiere, vor der großen Seuche zu retten.

Trotz des Endzeitthemas ist „Die große Wildnis“ voller Hoffnung und einfach zauberhaft. Das liegt vor allem an den liebenswerten Tierfiguren. Die Kakerlake, die einen auf General macht, der leicht größenwahnsinnige Wolf, die verpeilte weiße Taube und die kleine Tanzmaus haben mich mehrmals zum Lachen gebracht. Es würde mich nicht wundern, wenn es am Ende dieses Buchs ein paar kleine Vegetarier mehr gibt.

Für die ganz Kleinen ist dieses Buch jedoch nicht geeignet. Denn auf der Reise zu dem Heilmittel muss das ein oder andere Tier sein Leben lassen.

„Die große Wildnis“ ist der erste Teil einer mehrteiligen Reihe. So endet dieser Roman auch mit einem kleinen Cliffhanger.

Sterne: 4,5 von 5

Wedding Night (Sophie Kinsella)

Standard

wedding night

  • Wedding Night
  • Autor: Sophie Kinsella
  • Verlag: Random House
  • Seitenzahl: 460
  • ISBN: 978-0-552-77852-7
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 27. Februar 2014

 

Sophie Kinsella ist den meisten Lesern sicherlich durch die Shopaholic-Reihe bekannt. Auch wenn ich die Bücher durchaus gerne lese, vertrage ich Rebecca Bloom nur in kleinen Dosen. Deshalb ist es toll, wenn ich zwischendurch zu anderen Büchern von Sophie Kinsella greifen kann.

Natürlich bleibt die Autorin ihrem Stil treu. „Wedding Night“ ist überdreht und hat viel Slapstil-Humor, der manchmal ins Alberne abdriftet, aber immer für einige Lacher sorgt.

„Wedding Night“ wird aus zwei wechselnden Perspektiven erzählt. Einmal aus der Sicht der chaotischen Lottie, die gerade ihren Freund verlassen hat, weil er ihr nicht den erhofften Heiratsantrag gemacht hat. Und schließlich aus der Sicht ihrer älteren Schwester Fliss, die gerade mitten in einer Scheidung steckt und Lottie vor dem gleichen Schicksal bewahren möchte. Da Lottie den Heiratsantrag ihrer Jugendliebe angenommen hat, setzt Fliss alles daran, die Hochzeit und eine mögliche Hochzeitsnacht zu sabotieren. Dabei greift sie zu allen möglichen Hilfsmitteln und Tricks, was zu einigen großartigen Szenen mit vielen Peinlichkeiten führt. Alle Leser von Sophie Kinsella wissen, hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt.

Gleichzeitig erzählt Sophie Kinsella zwei Liebesgeschichten. Sowohl Lottie als auch Fliss werden am Ende ihren Partner gefunden haben. Dieser Erzählstil funktioniert ganz gut, wobei ich mir gerade für Fliss’ Geschichte mehr Seiten gewünscht hätte. So blieb die Beziehung bzw. die vorsichtige Annäherung ein wenig zu sehr an der Oberfläche.

„Wedding Night“ ist ein unterhaltsamer Frauenroman, der für viele Lacher sorgt. Allerdings darf der Leser nicht zu große Ansprüche an den Realismus stellen, sondern sollte einfach abschalten und sich unterhalten lassen.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Zorneskalt (Colette McBeth)

Standard

zorneskaltZorneskalt“ ist kein Thriller, in dem das Blut spritzt, sondern hier es geht um Psychospielchen mit Stalking und Rache. Also ein Psychothriller im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Handlung wird in Form eines Briefes erzählt, den die Erzählerin ihrer besten Freundin, die verschwunden ist, schreibt. Zu Beginn hatte ich mit diesem Stilmittel meine Probleme, aber zum Ende hin wurde klar, warum die Autorin dieses Mittel wählte.

Der Leser ahnt bereits relativ früh, was genau hinter dem Verschwinden von Clara steckt. Gut gefiel mir, dass auch Rachel nicht lange im Dunkeln tappt und schnell die Initiative ergreift.

„Zorneskalt“ braucht etwas, um ein Fahrt zu kommen, aber dann ist es wirklich spannend. Das Ende ist fies und ließ mich darüber nachdenken, ob es nicht zwei Seiten einer Medaille gibt.

Sterne: 4 von 5

Mein Herz zwischen den Zeilen (Jodi Picoult)

Standard

mein herz zwischen den zeilenMein Herz zwischen den Zeilen“ ist ein Jugendroman mit märchenhaften Zügen. Hauptfigur ist die fünfzehnjährige Delilah, die sich in die Märchenfigur Oliver ihres Lieblingsbuchs verliebt.

Das Buch ist liebevoll gestaltet. Die Seiten sind mit Scherenschnitten in schwarz-weiß verziert. Vor jedem Kapitel, das einen Auszug aus dem Märchen widergibt, ist eine farbige, ganzseitige Zeichnung zu finden.

Die Idee zu diesem Buch fand ich großartig, allerdings konnte mich die Umsetzung nicht immer absolut überzeugen.

Für mich war nicht wirklich nachvollziehbar, warum sich Delilah und Oliver ineinander verlieben. Außerdem fehlte mir das Funkensprühen zwischen den beiden.

Zwischendurch hat das Buch ein paar Längen, da es sich vor allem darum dreht, dass Oliver immer wieder mit seinen Versuchen, das Buch zu verlassen, scheitert. Aber das Ende hat mir ziemlichen Spaß gemacht.

Sterne: 3,5 von 5

Indigo – Das Erwachen (Jordan Dane)

Standard

indigo

  • Indigo – Das Erwachen (Indigo Awakening)
  • Autor: Jordan Dane
  • Verlag: Mira
  • Seitenzahl: 364
  • ISBN: 978-3-95649-017-0
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 10.März 2014

Bevor Jordan Dane JA-Fantasy schrieb, verfasste sie einige Romane aus dem Bereich Romantic Suspense.

„Indigo – Das Erwachen“ ist der Auftakt zu einer neuen Urban-Fantasy-Reihe für Jugendliche. Teil 2 ist bereits in den USA erschienen.

Im Mittelpunkt steht eine Reihe Jugendlicher, die von einer Kirchenorganisation verfolgt werden, da sie über besondere Fähigkeiten verfügen. Diese Indigos, die eine Evolutionsstufe weiter sind, müssen sich im Untergrund verstecken.

Dabei gibt es zwei Handlungsstränge, die sich regelmäßig abwechseln. Im ersten Handlungsstrang ist Rayne auf der Suche nach ihrem jüngeren Bruder Lucas. Auf ihren Streifzügen durch L.A. trifft sie auf den geheimnisvollen Gabriel. Parallel dazu ist Lucas auf der Flucht, nachdem er gegen seinen Willen in einer psychiatrischen Anstalt festgehalten wurde. Per Telepathie nimmt ein Mädchen zu ihm Kontakt auf, die schließlich in den Tunneln unter der Stadt trifft.

Wie nicht anders zu erwarten, verlieben sich die einzelnen „Pärchen“ ineinander. Mir persönlich ging dieses viel zu schnell, die Entwicklung der Gefühle war für mich nicht wirklich nachvollziehbar. Dies hatte zur Folge, dass ich mich nicht emotional eingebunden fühlte.

Da es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, blieben natürlich viele Fragen offen. Wer versteckt sich hinter der Kirche, den „Believers“? Was genau bezweckt die Kirche, die die Jugendlichen verfolgt?

Insgesamt blieb mir „Indigo“ etwas zu oberflächlich. Ich habe mich zwar nicht gelangweilt und bin schnell durch das Buch gekommen, aber die Idee hatte durchaus mehr Potential. So setzt sich „Indigo“ nicht von der breiten Masse der YA-Fantasy-Romane ab. Positiv ist aber auf jeden Fall, dass Jordan Dane nicht auf Vampire oder Werwölfe setzt, sondern ihr eigenes Fantasy-Universum schafft.

Sterne: 3 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.