Feuer im Kopf: Meine Zeit des Wahnsinns (Susannah Cahalan)

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feuer im kopfAuf dieses Buch wurde ich durch eine Freundin aufmerksam. Wir hatten uns über Fehldiagnosen und den glücklichen Zufall, nach mehreren Anläufen den richtigen Arzt zu finden, unterhalten und sie erzählte mir von Susannah Cahalans Krankengeschichte.

Susannahs Schilderungen berühren einen und hinterlassen auch ein leichtes Grauen, wenn einem bewusst wird, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn Susannah zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort gewesen wäre. Sie hatte Glück, dass die richtigen Ärzte ihre Wege kreuzten.

Außerdem führt „Feuer im Kopf“ nochmals vor Augen, wie wichtig Familie und Freunde sind. Ohne deren Einsatz wäre Susannah vermutlich verloren gewesen.

Allerdings lag mir der Schreibstil nicht immer. Vielleicht hatte ich gewisse Vorurteile, da Susannah bei der New York Post, vergleichbar mit der Bild, arbeitet, aber manchmal wirkte es zu reißerisch. So z.B. wenn sie die Hirnbiopsie beschreibt. Da benötige ich keinen Quasi-Livebricht, mir reicht es auch, wenn die Schritte der Mediziner neutraler beschrieben werden.

Eine kleine Anekdote zum Abschluss: da ich gerade die Serie „Hannibal“ geguckt habe, kam mir „Feuer im Kopf“ noch düsterer vor. Schließlich leidet Will Turner ebenfalls an Enzephalitis.

Sterne: 4 von 5

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Eine Antwort »

  1. ehrlicherweise hætte das buch von mir wohl keine vier sterne bekommen. dafuer habe ich es unter den falschen voraussetzungen gelesen. ich dachte eher an eine tragische geschichte, die mit viel glueck gut ausgegangen ist. das buch selber war jedoch mir mit zu viel medizinischen details vermischt – was nicht schlecht ist, wenn es unter dem gesichtspunkt der aufklærung geschrieben wurde. es werden unzæhlige krankheitsbilder vorgestellt und erklært, die sicher den menschen helfen kønnen, die an der gleichen krankheit wie die autorin leiden. mir als aussenstehenden leser war dies zu viel an informationen – die von dir angefuehrte op habe ich komplett ueberlesen. hier wære weniger mehr gewesen.
    als aufklærungsbuch fuer med. laien, die sich mit diesem krankheitsbild auseinandersetzen muessen, lesenswert und vor allen lehrreich. fuer den rest eher nicht.

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