Archiv für den Monat März 2014

Wer liebt mich und wenn nicht, warum? (Mara Andeck)

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Adobe Photoshop PDFWer liebt mich und wenn nicht, warum?“ beginnt da, wo der erste Teil, „Wen küss ich und wenn ja, wie viele?“, aufgehört hat. Lilia hat endlich kapiert, dass sie in Tom verliebt ist, doch der will plötzlich nicht mehr.

Auch hier schreibt Lilia wieder Tagebuch und berichtet von ihrem chaotischen Leben. Da sie sich häufig ihre Probleme selbst bereitet und nicht selten ein Fettnäpfchen auslässt, sorgen ihre Einträge für einige Lacher.

Das Vorgängerbuch gefiel mir noch einen Ticken besser, da ich etwas mehr Handlung zumindest im Gedächtnis hatte. Hier jedoch spielt sich ziemlich viel auf der Naturschutzinsel ab.

Zwar ist es schon eine Weile her, dass ich selbst Teenager war, aber meiner Meinung nach hat Mara Andeck das Gefühlsleben verliebter junger Mädchen gut widergegeben.

Der dritte Teil, „Wenn Liebe die Antwort ist, wie lautet die Frage?“, ist pünktlich zum Valentinstag 2014 erschienen.

Sterne: 3,5 von 5

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Feuer im Kopf: Meine Zeit des Wahnsinns (Susannah Cahalan)

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feuer im kopfAuf dieses Buch wurde ich durch eine Freundin aufmerksam. Wir hatten uns über Fehldiagnosen und den glücklichen Zufall, nach mehreren Anläufen den richtigen Arzt zu finden, unterhalten und sie erzählte mir von Susannah Cahalans Krankengeschichte.

Susannahs Schilderungen berühren einen und hinterlassen auch ein leichtes Grauen, wenn einem bewusst wird, wie anders ihr Leben verlaufen wäre, wenn Susannah zu einer anderen Zeit an einem anderen Ort gewesen wäre. Sie hatte Glück, dass die richtigen Ärzte ihre Wege kreuzten.

Außerdem führt „Feuer im Kopf“ nochmals vor Augen, wie wichtig Familie und Freunde sind. Ohne deren Einsatz wäre Susannah vermutlich verloren gewesen.

Allerdings lag mir der Schreibstil nicht immer. Vielleicht hatte ich gewisse Vorurteile, da Susannah bei der New York Post, vergleichbar mit der Bild, arbeitet, aber manchmal wirkte es zu reißerisch. So z.B. wenn sie die Hirnbiopsie beschreibt. Da benötige ich keinen Quasi-Livebricht, mir reicht es auch, wenn die Schritte der Mediziner neutraler beschrieben werden.

Eine kleine Anekdote zum Abschluss: da ich gerade die Serie „Hannibal“ geguckt habe, kam mir „Feuer im Kopf“ noch düsterer vor. Schließlich leidet Will Turner ebenfalls an Enzephalitis.

Sterne: 4 von 5

The House of Hades (Rick Riordan)

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house of hadesThe House of Hades“ ist der vierte Teil der Heroes of Olympus“-Reihe. Ein weiterer Teil wird auf jeden Fall noch folgen.

Ich lese Rick Riordans Bücher immer gerne, aber dieses konnte mich nicht so packen wie die vorherigen Folgen. Das lag teilweise daran, dass ich Probleme hatte, die einzelnen Figuren auseinander zu halten. Zwischendurch fragte ich mich immer wieder, ob nun Leo bzw. Frank die zuvor beschriebenen Abenteuer erlebt hatten.

Der Reiz der früheren Bücher lag für mich darin, dass ich die Götter und dazugehörigen Sagen kannte und fasziniert davon war, was Rick Riordan daraus machte. In „The House of Hades“ tauchen eher unbekanntere Sagengestalten auf.

Normalerweise hätte ich vier Sterne vergeben, aber da mich Rick Riordans Bücher sonst mehr fesseln konnten, werden es nur drei. Trotzdem freue ich mich auf die Fortsetzung, auch wenn ich hoffe, dass die Serie damit ein Ende findet. Gerne darf Riordan wieder einen Roman schreiben, der im gleichen Universum spielt, aber vielleicht wäre es besser, wenn er sich auf weniger Hauptfiguren konzentrieren würde.

Sterne: 3 von 5

Kahlschlag (Joe R. Lansdale)

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kahlschlagMittlerweile habe ich schon viele verschiedene Romane von Joe R. Lansdale gelesen. Davon gefielen mir die, die während der 30er Jahre in den Südstaaten spielen, am besten. Auch Kahlschlag“ spielt zu dieser Zeit, kommt meiner Meinung nach aber nicht die wundervollen Romane „Dunkle Gewässer“ und „Die Wälder am Fluss“ heran.

Anders als in den beiden letztgenannten Büchern wird in „Kahlschlag“ die Handlung nicht aus der Sicht eines Kindes bzw. Jugendlichen beschrieben. Die Hauptfigur Sunset ist eine erwachsene Frau, die ihren brutalen Ehemann erschießt.

Schonungslos schildert Lansdale das Leben in Texas. Auch wenn mir klar ist, wie Schwarze und Frauen zur damaligen Zeit behandelt wurden, bin ich jedes Mal wieder überrascht, wenn plötzlich von einem Auto die Rede ist und mir somit vor Augen geführt wird, dass diese Zeit noch nicht so lange zurück liegt.

Wie immer schafft es Lansdale faszinierende Figuren zum Leben zu erwecken. Allerdings begann nach einem furiosen Einstieg eine leichte Durststrecke, die dafür sorgte, dass ich das Buch nicht an einem Stück weiter las und sogar ein paar Tage Pause machte. Dann kommt zum Glück aber wieder richtig Spannung auf.

Sterne: 4 von 5

Cherry Bomb (J.A. Konrath)

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Lesern, die noch nie ein Buch aus der Jack Daniels-Reihe gelesen haben, würde ich abraten, ausgerechnet mit diesem zu starten. Denn „Cherry Bomb“ baut auf „Rusty Nail“ und ganz besonders auf „Fuzzy Navel“ auf. Durch einen blöden Zufall habe ich „Fuzzy Navel“ nicht gelesen, bin mir aber aufgrund der Ereignisse in „Cherry Bomb“ ziemlich sicher, dass beide Romane direkt an einander anschließen. Das bedeutet natürlich auch, dass ich nun weiß, wie „Fuzzy Navel“ endet.

„Cherry Bomb“ ist von der Grundstimmung düsterer als die ersten Bücher der Reihe. J.A. Konrath macht nämlich nicht davor Halt, liebgewonnene Figuren aus Jacks Umfeld über die Klinge springen zu lassen. So kommt es dann auch, dass Jack Daniels auf einem Rachefeldzug ist.

Dennoch gibt es auch hier wieder einige humorvolle Szenen, die sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack sein dürften. Protagonist ist ein Makake, den sich Harry als Haustier zugelegt hat. Dieser Affe liebt es, mit seinen Köperausscheidungen um sich zu werfen. Dies als kleine Warnung.

Sterne: 3,5 von 5

Dirty Martini (J.A. Konrath)

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J.A. Konrath liebt es in seinen Romanen blutig. Da wird gemordet, so dass Blut und Innereien spritzen. Umso überraschender ist es, wenn nun ein Giftmörder hier sein Unwesen treibt. Allerdings kann man mit Gift noch mehr Menschen um die Ecke bringen, so dass es kaum noch möglich ist, die Opfer zu zählen.

Übertreibungen sind Konraths Markenzeichen. Hier ist alles over the top. Hinzu kommt sein Humor, der gerne ins Alberne abdriftet. Wenn man sich darauf einlässt, macht es ungeheuren Spaß.

In „Dirty Martini“ trifft der Leser auf alte Bekannte. Neben natürlich Jack Daniels sind dies ihr Kollege Herb und Ex-Kollege Harry, der für einige Zoten sorgt.

Kurz: auch dieser Teil der Reihe sorgt wieder für enorm viel Unterhaltung.

Sterne: 4 von 5

The Coldest Girl in Coldtown (Holly Black)

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coldest girlHolly Black schreibt Urban Fantasy-Romane, die sich von der breiten Masse abheben. Sie sind düster, häufig relativ brutal und ihre Figuren sind Jugendliche, die eher am Rand der Gesellschaft stehen.

In „The Coldest Girl in Coldtown“ verarbeitet sie ein paar neue Ideen, die mir im Vampirgenre bisher noch nicht untergekommen sind. Die Coldtowns sind einzelne Städte, in denen Vampire und Menschen wie in Quarantäne leben und nur per Internet oder Fernsehen Kontakt zur Außenwelt haben. Die Zuschauer haben den Eindruck, das Leben in Coldtown sei eine einzige Party.

Tana, die weibliche Hauptfigur, ist eine interessante Persönlichkeit. Sie hat ihren eigenen Willen, ist loyal und mutig. Während andere Jugendliche davon träumen selbst zum Vampir zu werden, ist ihr dieses vollkommen fremd.

Einziger Wermutstropfen ist, dass die romantische Entwicklung, die natürlich nicht fehlen darf, für meinen Geschmack zu schnell stattfand. Aber vielleicht bin ich einfach auch mittlerweile zu viele Trilogien gewohnt.

Es gibt keine Ankündigung, dass „The Coldest Girl in Coldtown“ der Auftakt einer neuen Reihe ist, aber mit dem Ende lässt sich Holly Black alle Optionen offen.

Sterne: 4 von 5