Archiv für den Monat Februar 2014

Whiskey Sour (J.A. Konrath)

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Whiskey Sour“ ist der erste Teil der Thriller-Serie um Jackie Daniels. J. A. Konraths Romane dieser Reihe darf man nicht zu ernst nehmen, hier geht es vorrangig um albernen Spaß.

Die Persönlichkeiten der Täter sind meist nicht besonders herausgearbeitet, sie morden in erster Linie nur blutig und pervers. Die Motive sind holzschnittartig dargestellt.

Es mag an meiner momentanen Stimmung liegen, aber „Whiskey Sour“ konnte mich nicht so sehr mitreißen, wie die späteren Bücher der Reihe. Die Einfälle sind nicht ganz so aberwitzig, ich hatte das Gefühl, dass sich Konrath hier erst noch aufwärmen muss. Als Auftakt zur Serie ist das Buch aber ein guter Einstieg.

Sterne: 3 von 5

Wen der Rabe ruft (Maggie Stiefvater)

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wen der rabe ruftMit „Wen der Rabe ruft“ ist Maggie Stiefvater ein toller Auftakt zu einer neuen Reihe gelungen. Dieses Mal geht es nicht um Werwölfe, sondern um Wahrsager, Zauber und walisische Könige.

Wen der Rabe ruft“ ist nicht ganz so melancholisch wie die Werwolf-Reihe. Zwar haben es die Figuren hier auch nicht leider, aber das gesamte Buch verströmt wesentlich mehr Lebensfreude.

Dabei geht es äußerst mysteriös zu. Lange rätselt der Leser, welche Geheimnisse die einzelnen Figuren haben.

Die Figuren sind überhaupt die Stärke dieses Buchs. Maggie Stiefvater nimmt sich viel Zeit, die einzelnen Charaktere ausführlich vorzustellen. Da die Reihe auf mehrere Bände angelegt ist, ist auch keine Eile erforderlich.

Auf jeden Fall konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, nachdem ich es erst einmal angefangen hatte.

Sterne: 4,5 von 5

Hand in Hand in Virgin River (Robyn Carr)

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  • virgin riverHand in Hand in Virgin River (Harvest Moon)
  • Autor: Robyn Carr
  • Verlag: Mira
  • Seitenzahl: 331
  • ISBN: 978-3-86278-863-7
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 10. Januar 2014

Inhalt:

Kelly hat keine Lust mehr auf ihren stressigen Job als Köchin in einem Nobelrestaurant. Sie wirft alles hin und zieht zu ihrer Schwester nach Virgin River. Dort trifft sie auf Lief, einem Witwer mit einer aufmüpfigen Stieftochter.

Rezension:

Vor einigen Jahren habe ich Robyn Carr für mich entdeckt, damals wurden die Bücher noch nicht ins Deutsche übersetzt. „Virgin River“ und „Shelter Mountain“ fand ich so großartig, so dass ich alle weiteren Bücher der Reihe gelesen habe. Aber nach Buch 14 hatte ich genug, da mir das Besondere dieser Reihe irgendwann fehlte. Mit diesem Abstand habe ich nun wieder ein Buch von Robyn Carr gelesen, nämlich „Hand in Hand in Virgin River“.

Diese Pause hat mir und somit meiner Einstellung gegenüber der Serie eindeutig gut getan. Ein Vorteil ist zudem, dass sowohl Kelly als auch Lief neu in Virgin River sind, der Leser also keine Vorkenntnisse benötigt.

Als „hot and steamy“ kann man „Hand in Hand in Virgin River“ nicht unbedingt bezeichnen. Zwischen Kelly und Lief geht es vor allem harmonisch zu. Das Konfliktpotential bietet Liefs Tochter Courtney, die nicht über den Tod ihrer Mutter hinweggekommen ist und unter Verlustangst leidet. So fand ich den Konflikt mit Courtneys leiblichen Vater dann auch spannender als Kellys und Liefs Liebesgeschichte, die wie zu erwarten verlief. Dennoch hat mir auch deren Liebesgeschichte Spaß gemacht, auch wenn sie nicht viele Überraschungen bot. Aber manchmal läuft das Leben so.

Die Virgin River-Reihe lebt von den liebevoll gezeichneten Figuren und ihr Miteinander. Hier geht es nicht spektakulär zu, sondern das Idyllische prägt das Bild. Langjährige Leser werden sich freuen, alte Bekannte wieder zu treffen. Wer einfach mal abschalten und einen gemütlichen Tag auf dem Sofa verbringen möchte, sollte zu Robyn Carr greifen. Wer mehr über Kellys Schwester Jillian lesen möchte, sollte zu „Liebeserwachen in Virgin River“ greifen.

Sterne: 3,5 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

Shotgun Lovesongs (Nickolas Butler)

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shotgun lovesongsLittle Wing, eine kleine Stadt im Norden der USA: hier sind Henry, Lee, Ronny, Kip und Beth aufgewachsen. Henry und Beth sind verheiratet, Lee ist ein berühmter Sänger, Ronny eine ehemaliger Rodeoreiter und Kip ein Geschäftsmann.

In diesem Roman besingt Autor Nicholas Butler Freundschaft, Heimat und das bodenständige Leben in einer amerikanischen Kleinstadt.

Die Freundschaft zwischen Henry und Lee steht im Mittelpunkt der Handlung. Sie macht mehrere Wandlungen durch und wird vor eine schwere Probe gestellt.

Die gute Seele der Gruppe ist Ronny, der dank eines früheren Alkoholproblems geistig nicht mehr so fit ist. Ronny ist herzensgut und sorgt mit seiner überraschend klaren Sicht auf die Dinge dafür, dass seine Freunde erkennen, was wirklich wichtig ist.

Nicholas Butlers ruhiger Roman über die großen und kleinen Dinge des Lebens geht ans Herz.

Sterne: 4 von 5

Die da kommen (Liz Jensen)

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die da kommenDie da kommen“ ist der zweite Endzeit-Thriller von Liz Jensen. Dieses Mal stehen Kinder, die ganz plötzlich Verwandte ermorden, und Angestellte, die ihre Firma sabotieren, im Mittelpunkt. Hauptfigur ist der Anthropologe Hesketh Lock, der das Aspergersyndrom hat. Dank seiner herausragenden analytischen Fähigkeiten, ist Hesketh dazu in der Lage, ein Muster zu erkennen. Auch in

Bei Hesketh war ich zwiegespalten. Einerseits ist seine Persönlichkeit sehr interessant, andererseits bleibt der Leser aufgrund seiner Emotionslosigkeit immer auf Distanz. So funktionierte der auf dem Cover angekündigte Horror nicht immer.

Das Ende empfand ich alles sehr unbefriedigend. Zumindest für mich war die Auflösung nicht wirklich nachvollziehbar.

Insgesamt gefiel mir dieses Buch besser als „Endzeit“, aber die guten Ideen hätten noch besser umgesetzt sein können.

Sterne: 3 von 5

Ich sehe was, was du nicht siehst (Lena Diaz)

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ich sehe was„Ich sehe was, was du nicht siehst“ lockt zwar mit einem Serienmörder, aber davon bekommt der Leser nicht viel geboten. Stattdessen schlägt sich Madison vor allem mit einem Stalker und der Polizei, die ihr nicht glaubt, rum. Ihr zur Seite steht Pierce, ein FBI-Agent und ehemaliger Liebhaber.

Die Spannung hält sich leider in Grenzen. Wenn Madison nicht gerade davon überzeugt ist, dass der Stalker hinter ihr her ist, dann zofft sie sich mit Pierce. Es ist natürlich klar, worauf das hinausläuft.

Wer gerne Romantic Suspense liest, dürfte aber Gefallen an „Ich sehe was, was du nicht siehst“ finden.

Sterne: 2,5 von 5