Archiv für den Monat Januar 2014

Der Mann im Park (Pontus Ljunghill)

Standard

der mann im parkWer gerne ruhige Krimis mit viel Details mag, ist mit „Der Mann im Park“ bestens bedient. Mir war das knapp 650 Seiten umfassende Buch viel zu lang. Die Hälfte hätte mir auch gereicht.

Ausführlich wird beschrieben, wie die Ermittler eines Mordfalls vorgehen. Es geht aber auch um deren Privatleben, allen voran dem von John Stierna. Stiernas Ehe, seine Mahlzeiten, … werden beleuchtet. Dabei erlebt der Leser mit, wie Stierna langsam daran zerbricht, dass der Mörder nicht gefasst werden kann.

Da dem Leser von Anfang klar ist, dass der Mörder 1928 nicht gefasst wird, hält sich die Spannung in Grenzen. Dafür gefiel mir das Ende, das sich für mich erst auf den letzten Seiten abzeichnete, umso besser.

Interessant war, dass der Fall Anfang des letzten Jahrhunderts spielt. Das hat natürlich zur Folge, dass begrenztere Ermittlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Sterne: 3 von 5

Advertisements

Verlieb dich nie in einen Vargas (Sarah Ockler)

Standard

verlieb dich nie in einen vargasDas Buchcover ist ziemlich täuschend. Denn „Verlieb dich nie in einen Vargas“ ist keine pastellfarbene Liebesgeschichte. Es geht vielmehr um Jude, deren Vater an Alzheimer erkrankt und sie darum kämpft, dass er möglichst lange seine Erinnerungen behält. Während Jude lernen muss, dass sie die Vergangenheit nicht halten kann und für die Zukunft leben muss, erhält sie dabei Unterstützung von Emilio Vargas, der das alte Motorrad ihres Vaters repariert.

Dabei fiel mir der Einstieg nicht leicht. In den ersten Kapiteln ist Jude um keinen coolen Spruch verlegen und ich war leicht genervt. Schnell wird jedoch klar, dass dies eine Maske ist, hinter der Jude ihre Angst versteckt.

Verlieb dich nie in einen Vargas“ ist ein Jugendroman über das Erwachsenwerden unter schweren Bedingungen, kombiniert mit einer berührenden Liebesgeschichte.

Sterne: 4 von 5

Schwesterlein, komm stirb mit mir (Karen Sander)

Standard

schwesterlein-komm-stirb-mit-mirSchwesterlein, komm stirb mit mir“ ist der Auftakt zu einer Reihe um Hauptkommissar Georg Stadler und Psychologin Liz Montario.

Allerdings weiß ich noch nicht so genau, was ich von dem Duo halten soll. Liz war mir durchaus sympathisch, aber Georg war mir zu sehr von sich überzeugt.

Die Morde sind brutal und blutig. Obwohl es keine Kapitel aus der Sicht des Täters gibt, war mir schnell klar, wer der Mörder ist und was seine Motive sind. Und am Ende lag ich dann auch richtig.

„Schwesterlein, komm stirb mit mir“ liest sich schnell und ist eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch.

Sterne: 3 von 5

Am Ende der Treppe, hinter der Tür (Sabine Ludwig)

Standard

am ende der treppeMartha ist 16 und hat vor zwei Jahren ihren Vater verloren. Nun ist sie zusammen mit ihrer Mutter zu dem neuen Freund ihrer Mutter gezogen. Martha hasst ihr neues Leben. Als sie mitbekommt, wie in der Wohnung über ihnen eine Frau ermordet wird, beschließt sie, den Mörder zu erpressen.

Am Ende der Treppe, hinter der Tür“ ist kein Thriller. Eigentlich auch kein Krimi. Vielmehr geht es um Martha und ihre pubertären Probleme. Wenn ich nicht wüsste, dass Martha sich wie ein typischer Teenager verhält, hätte sie mich extrem genervt. So ist es aber Sabine Ludwig gut gelungen, die Gefühlswelt eines heranwachsenden Kindes darzustellen. Martha ist launisch, auf sich konzentriert. Nebenbei schwärmt sie für ihren Englischlehrer.

Erst zum Ende hin entwickelt sich dieser Roman zu einem Krimi. Die Ereignisse überschlagen sich. Es wird richtig spannend. Ob die Handlungsweise einzelner Personen glaubwürdig ist, sei dahingestellt.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Nachdem mir schnell klar wurde, dass ich kein Krimi erwarten darf, habe ich mich auch dieses Buch eingelassen und wurde bestens unterhalten.

Sterne: 4 von 5

The Best Man (Kristan Higgins)

Standard

The-Best-ManVor dreieinhalb Jahren wurde Faith von ihrem Verlobten am Traualtar stehen gelassen. Sein bester Freund Levi hatte ihn dazu gebracht sich zu outen. Jetzt kehrt Faith wieder in ihre Heimatstadt zurück. Dort trifft sie auf Levi.

The best Man“ ist ein humorvoller Roman mit melancholischen Untertönen. Denn lange trauert Faith ihrem ehemaligen Verlobten hinterher. Außerdem hat Faith das Gefühl, dass sie an dem Tod ihrer Mutter schuld ist. Lange dauert es, bis Faith Levi wirklich wahrnimmt.

Faith ist eine sympathische Hauptfigur. Levi wächst dem Leser im Laufe der Handlung immer mehr ans Herz. Obwohl ich davon überzeugt war, dass ich Jeremy nicht ausstehen können würde, konnte ich ihm nicht wirklich böse sein.

Wer die Autorin kennt, weiß was ihn erwartet. Higgins liefert die gewohnte Qualität.

Sterne: 4 von 5