Archiv für den Monat Dezember 2013

The Killing Game (J. A. Kerley)

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killing gameMehrere scheinbar wahllose Morde lassen Carson Ryder und seinen Kollegen Harry fast verzweifeln. Als der Verdacht aufkommt, Carson hätte den Mörder durch eine unbedachte Äußerung provoziert, bekommt er zusätzlich Ärger mit seinem Vorgesetzten.

Carson und Harry ermitteln wieder gemeinsam. Das war ja in den letzten Büchern nicht immer der Fall. Auch Carsons psychopathischer Bruder Jeremy hat einen kurzen Auftritt. Und gerade diese Konstellationen machen J.A. Kerleys Thriller für mich so lesenswert.

Vor dem Erscheinen vor „The Killing Game“ konnte auf Kerley Homepage nachgelesen werden, dass der Veröffentlichungstermin nach hinten verschoben wurde, damit der zeitliche Abstand zum nächsten Buch nicht zu groß wird, so dass die Leser nicht vor Spannung umkommen. Somit hatte ich einen fiesen Cliffhanger erwartet, der sich aber als relativ harmlos herausstellte.

„The Killing Game“ ist spannend und brutal, auch wenn der Mörder dem Leser bereits von Anfang an bekannt ist. Allerdings sind die Mordszenen nicht explizierter als in anderen Carson Ryder-Büchern. Und im Vergleich zu anderen Thrillern geht es hier sogar noch ziemlich harmlos zu.

Sterne: 3,5 von 5

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte (Peter Heller)

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das-ende-der-sterne-wie-big-hig-sie-kannte-072225210Amerika nach der Apokalypse. Hig hat dank einer Grippeepidemie alles bis auf seinen Hund Jasper und sein kleines Flugzeug verloren. Nach sieben Jahren macht er sich auf, mit dem Flieger das Land zu überfliegen.

Dystopien überschwemmen momentan den Büchermarkt. Ich habe davon einige gelesen, aber „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ ist ganz anders als die bisherigen Romane dieser Art.

Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ ist ein leiser, fast philosophischer Roman.“ Obwohl Hig nahezu allein da steht und permanent Angst vor lebensgefährlichen Überfällen haben muss, scheint er sich mit der Situation arrangiert zu haben. Er liebt die Natur, das Leben an sich.

Doch so schön Higs Betrachtungen der Natur beschrieben sind, zur Mitte hin hatte das Buch meiner Meinung nach einen kleinen Durchhänger und zog sich ein wenig. Zum Ende hin nahm es wieder Fahrt auf.

Peter Heller verzichtet in seinem Roman vollkommen auf die wörtliche Rede. So ist es nicht immer einfach, auf dem ersten Blick zu erkennen, ob es sich nur um einen Gedanken oder um ein gesprochenes Wort handelt. Allerdings unterstützt dieses Stilmittel den Eindruck der isolierten und vereinsamten Welt, in der Hig lebt.

„Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ ist ein ruhiger, manchmal nachdenklich machender Roman.

Sterne: 3,5 von 5

Wer Blut vergießt (Deborah Crombie)

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wer blut vergießtWer Blut vergießt“ ist der fünfzehnte Teil um die Ermittler Gemma James und Duncan Kincaid. Aufgrund vorangegangener Ereignisse ist Gemma wieder voll im Berufsleben und Duncan hat sich Elternzeit genommen. So kommt es, dass Gemmas Ermittlungen hauptsächlich im Mittelpunkt dieses Krimis stehen. Allerdings schafft es Duncan immer wieder, ein paar wichtige Informationen, die zur Lösung beitragen, zu ermitteln.

Vor allem wegen der sympathischen Hauptfiguren lese ich Deborah Crombies Bücher so gerne. Sie wirken realistisch und glaubwürdig.

Obwohl „Wer Blut vergießt“ spannend ist, habe ich mich beim Lesen richtig wohl gefühlt. Die Atmosphäre stimmt und es macht Spaß, alte Freunde zu „besuchen“.

Alle, die aber noch nie ein Buch von Deborah Crombie gelesen haben, sollten allerdings mit dem ersten Teil beginnen, damit sie die Gelegenheit haben, die Figuren kennen zu lernen.

Sterne: 4 von 5

The Great Escape (Susan E. Phillips)

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the great escapeFans von Susan Elizabeth Phillips kennen Lucy Jorik bereits aus „First Lady“. Und ihr am Altar stehen gelassener Bräutigam, Ted Beaudine, kam bereits in „Call Me Irresistible“ endlich unter die Haube.

Susan Elizabeth Phillips hat einen schönen Liebesroman geschrieben. Er ist zwar nicht so intensiv wie ihre Sportliebesromane, bietet aber wunderbare Unterhaltung und ist perfekt zum Abschalten. Ich hätte mir nur gewünscht, dass Pandas Figur noch intensiver dargestellt wird. So bleibt er ein wenig blass und die Chemie zwischen ihm und Lucy könnte noch besser beschrieben sein.

Parallel wird eine zweite Liebesgeschichte erzählt. Diese fand ich ziemlich süß und hätte für meinen Geschmack sogar noch ein paar mehr Seiten haben können.

The Great Escape“ gehört nicht zu Phillips besten Büchern, sticht aber immer noch aus der breiten Masse der Liebesromane heraus.

Sterne: 4 von 5

Summer in Napa (Marina Adair)

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Je nach Stimmung gefallen mir einige Bücher besser oder schlechter als andere. Da ich momentan stimmungsmäßig etwas angeschlagen bin, brauchte ich unbedingt eine leichte Wohlfühllektüre und dafür ist „Summer in Napa“ perfekt.

Dabei besticht „Summer in Napa“ nicht unbedingt durch eine innovative Story, aber ich mag Szenarien, in denen sich alte Freunde ineinander verlieben. Wenn dann noch etwas Humor hinzu kommt, ist die Mischung für mich perfekt.

Marina Adair ist ein netter kleiner Roman gelungen, der perfekt für den Sommer ist und die Laune hebt.

„Summer in Napa“ ist der zweite Teil einer Reihe, aber es ist nicht unbedingt erforderlich, das erste Buch zu lesen. Allerdings bin ich gespannte, wie es mit Marcs Bruder Nate weiter geht, so dass ich mich vermutlich die nächste Folge zulegen werde.

Sterne: 4 von 5

The Accounting (William Lashner)

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25 Jahre ist es her, dass Jon zusammen mit seinen beiden besten Freuden Drogengeld stahl. Jetzt holt ihn die Vergangenheit ein. Nachdem einer seiner Freunde ermordet wurde, befindet sich Jon auf der Flucht.

The Accounting“ ist wie ein Roadmovie. Jon reist quer durch die USA, auf der Flucht vor seinen Verfolgern. Das bietet Spannung und Action, aber vor allem interessante Menschen, denen Jon begegnet. Einige dieser Figuren machen Wandlungen durch, die sowohl Jon als auch den Leser überraschen.

Zumindest zu Beginn ist Jon kein idealer Sympathieträger. Doch auch er entwickelt sich weiter.

Immer wieder gibt es Rückblenden in die Vergangenheit. Dabei leben Jons Kindheit und Jugend wieder auf.

Mir hat „The Accounting“ ziemlich gut gefallen. Tempo, Atmosphäre und Spannung passen.

Sterne: 4 von 5

Romulus Buckle & the City of the Founders (Richard Ellis Preston Jr.)

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Inhalt: In einer Welt, die unter Schnee liegt, lebt Romulus Buckle. Romulus ist Kapitän eines Zeppelins und im Kampf gegen die Feinde der Menschheit.

Ich muss gestehen, dass am Anfang überlegt hatte, das Buch zur Seite zu legen. Mit jedem Kapitel wird eine neue Figur ausführlichst eingeführt. Das waren mir zu viele Informationen.

Zum Glück habe ich bis Seite 70 durchgehalten und dann begann die eigentliche Handlung mit viel Action. Der Humor ist ziemlich abgedreht und vielleicht nicht jedermanns Sache.

Insgesamt hätten diesem Buch einige Kürzungen gut getan. Aber solange die Gefahr besteht, dass Richard Ellis Preston weiterhin so ausufernd schreibt, werde ich keine seiner weiteren Bücher lesen.

Sterne: 2,5 von 5