Archiv für den Monat November 2013

A Dark Mind (T.R. Ragan)

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Der Lovebird Killer hat sich auf Liebespaare spezialisiert. Privatdetektivin Lizzy Garner ahnt nicht, dass ein Auftrag sie zufällig auf die Spuren des Mörders bringt.

A Dark Mind“ ist der dritte Teil einer Reihe. Ich hätte mir gewünscht, die vorherigen Bücher gelesen zu haben, so dass mir der Einstieg leichter gefallen wäre. Denn die Vorgeschichten von Lizzy, ihrer Angestellten Jessica und ihres „Mündels“ Hayley spielen bei ihren Handlungen und Entscheidungen eine große Rolle.

Sobald ich aber reingefunden und mich mit den Figuren identifiziert hatte, wurde ich bestens unterhalten.

Dank diverser Zwischen- und Rückblenden wird ein faszinierendes und erschreckendes Bild des Täters gezeichnet, inklusive einiger Überraschungen.

„A Dark Mind“ ist trotz ein paar weniger Klischees so spannend, dass ich es in einem Zug durchgelesen habe.

Sterne: 4 von 5

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Kalter Schlaf (A.J. Cross)

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Kalter SchlafInhalt: Als die Überreste einer jungen Frau, die vor Jahren verschwand, gefunden werden und bald darauf ein weiteres Opfer entdeckt wird, ist Dr. Kate Hanson davon überzeugt, dass ein Serientäter sein Unwesen treibt.

Der Einstieg in „Kalter Schlaf“ fiel mir nicht leicht. In den ersten Kapiteln schlägt sich der Leser vor allem mit Kate Hanson und ihren Kollegen rum, die alle schlecht gelaunt oder problembeladen sind.

Erst als das zweite Opfer gefunden wird, nimmt die Handlung Fahrt auf und wird auch spannend.

Zwar war mir schnell klar, in welcher Richtung der Täter zu ermitteln wäre, aber das sehen Kate und ihre Kollegen erst spät, obwohl Kate als nahezu allwissend dargestellt wird.

Das Hautaugenmerk liegt auf Kate. Selten wird aus dem Blickwinkel des Täters erzählt.

Ohne die permanent schlechte Laune der Figuren könnte dieses Buch sicherlich hundert Seiten kürzer sein, was vollkommen okay wäre.

Sterne: 3 von 5

Not Quite Mine (Catherine Bybee)

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Hotelerbin Katie Morrison ist schon seit ihrer Jugend in Dean Prescott verliebt, mit dem sie vor ein paar Jahren zusammen war. Alles wird noch komplizierter, als Katie einen Säugling findet, der vor ihrer Tür abgelegt wurde.

Bei „Not Quite Mine“ heißt es Hirn ausschalten, zurücklehnen und entspannen. Dabei sollte besser nicht darüber nachgedacht werden, was der Baby-Plot mit all den Verrenkungen, die Katie veranstaltet, soll. Denn hier ist so einiges an den Haaren herbeigezogen.

Ansonsten ist „Not Quite Mine“ ein schöner Liebesroman, der gut unterhält und das liefert, was das Herz begehrt. Catherine Bybee ist eine Autorin, die ich im Auge behalten werde. Ihre Charaktere sind liebenswert, so dass es dem Leser leicht fällt, mit ihnen mitzufiebern.

Sterne: 3,5 von 5

Zeitenzauber – Die goldene Brücke (Eva Völler)

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zeitenzauberAnna ist eine Zeitwächterin und reist durch die Zeit, um die Geschichte bei ungewollten Veränderungen zu korrigieren. Ihre neue Aufgabe liegt im Paris der Musketiere und des intriganten Richelieu. Ihr Freund Sebastiano, der sich bereits länger in Paris aufhält, hat aber sein Gedächtnis verloren und erkennt sie nicht wieder.

Auch wenn „Die goldene Brücke“ der zweite Teil einer Reihe ist, ist es nicht notwendig, das vorherige Buch zu kennen. Obwohl ich vorher nie etwas von Eva Völler gelesen habe, konnte ich leicht in die Geschichte hineinfinden. Die Zeitreisemission in „Die goldene Brücke“ steht in keinem Zusammenhang zu einer vorherigen Mission. Auch die Liebesgeschichte startet quasi neu, da Sebastiano sein Gedächtnis verloren hat.

Mit diesem Buch ist Eva Völler ein äußerst charmanter Roman gelungen. Anna ist eine lebhafte Figur mit einem eigenen Willen. Ihre humorvollen Kommentare machen beim Lesen Spaß.

Zeitreiseromane haben momentan scheinbar Hochkonjunktur. Trotzdem hat Eva Völler einige neue Ideen, die sich unterhaltsam umsetzt. Manchmal ärgere ich mich in solchen Büchern über Logikfehler, aber hier habe ich keine Gedanken daran verschwendet.

Eva Völler spielt geschickt mit Fiktion und tatsächlicher Geschichte. Es macht Spaß zu lesen, wie bekannte Persönlichkeiten in die Handlung eingewoben werden.

Sterne: 4 von 5

Breathless – Gefährliches Verlangen (Maya Banks)

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9129_1A_LYX_BREATHLESS.IND8Seit Jahren begehrt Gabe Mia, die jüngere Schwester seines besten Freundes. Schließlich bietet er ihr einen Vertrag an, der ihre sexuelle Beziehung regeln soll. Mia unterschriebt.

So ungefähr läuft es in den ersten Kapiteln ab. Gabe küsst Mia zum ersten Mal, bestellt sie zum nächsten Tag in sein Büro ein, übergibt den Vertrag, sie liest ihn sich am Wochenende durch und unterschreibt ihn. Kaum ein Zögern oder ein mulmiges Gefühl. Mir kam das unglaubwürdig und überhastet vor. Selbst die Erklärung, dass Mia sich zu sehr von Gabe angezogen fühlt, kann mich wirklich kaum überzeugen. Ich an ihrer Stelle hätte zumindest den Versuch gestartet, Gabe dazu zu überreden, auf einen Vertrag zu verzichten.

Auch im weiteren Verlauf hatte ich den Eindruck, die Autorin wollte zwar einen SM-Roman schreiben, stand aber nicht wirklich dahinter. Die scheinbar notwendigen Praktiken werden alle geliefert, als würde sie eine Checkliste abarbeiten, aber es kommt keine passende, leicht bedrohliche Atmosphäre auf.

Mia nimmt alles ohne jedes Wimpernzucken hin, als sei sie ein langjähriger Profi. Besonders extrem ist diesbezüglich die Parisszene.

Gabe konnte ich seine dominante Rolle nicht abnehmen. Trotz entsprechender Handlungen wirkte alles nur aufgesetzt.

Insgesamt ist mir „Breathless“ zu glatt und zu gewollt.

Sterne: 2 von 5