Archiv für den Monat Oktober 2013

The Diabolist (Layton Green)

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Nach weltweit mehreren Morden an Führern von okkulten Sekten, wie einer satanischen Kirche, machen sich Viktor Radek und Dominic Grey auf die Suche nach dem Täter.

„The Diabolist“ ist der dritte Teil der Dominic Grey-Serie. Ich kenne die ersten beiden Bücher noch nicht, hatte aber dennoch kein Problem mit diesem Teil, da keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich sind.

Mit Viktor Radek und Dominic Grey hat Layton Green ein interessantes Duo geschaffen. Radek ist Spezialist für Okkultes und ein angesehener Professor, der allerdings ein kleines Absinthproblem zu haben scheint. Grey ist eine Kampfmaschine, aber trotzdem nicht auf den Kopf gefallen.

„The Diabolist“ gehört sicherlich in das gleiche Genre wie Dan Browns Romane, aber ich fühlte zu Beginn vor allem an „Die neun Pforten“ von Arturo Perez-Reverte, verfilmt mit Johnny Depp, erinnert. Paris, eine Teufelssekte, eine geheimnisvolle Frau, …

Bis zum Ende war ich mir nicht sicher, ob Layton Green für manchne Ereignisse eine logische Erklärung bringen würde oder ob er mit übersinnlichen Elementen spielte.

„The Diabolist“ ist rasant und spannend. Ich bin froh, dieses Buch für mich entdeckt zu haben.

Sterne: 4,5 von 5

Komm wieder zurück (Deborah Reed)

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komm wieder zurückNachdem Annie erfährt, dass sie von ihrem Lebensgefährten betrogen wurde, fällt sie in ein Loch. Erst als ihr Bruder wegen Mordverdacht verhaftet wird, findet Annie langsam wieder zurück.

Komm wieder zurück“ ist kein fröhliches, sondern vielmehr ein melancholisches Buch. Da ich selbst momentan nicht gut drauf bin, passte es perfekt zu meiner Stimmung.

Mit Zeitsprüngen zwischen den Kapiteln wird von Annies jetzigem Leben und ihrer Kindheit sowie Jugend erzählt. Der Tod ihres Vaters war ein bedeutender Wendepunkt, an dem ihre Familie fast zerbrach. Doch immer wieder zeigt sich, dass Annie eine starke Frau ist und sich aufrappelt.

„Komm wieder zurück“ ist ein leiser Roman. Wer ruhig erzählte Familiengeschichten mag, liegt hier nicht falsch.

Sterne: 4 von 5

Wedding Cake and Big Mistakes (Nancy Naigle)

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Aufgrund schlechter Kindheitserfahrungen steht Carolanne Beziehungen skeptisch gegenüber. Doch ihr Kollege Connor könnte ihre Meinung ändern.

Wedding Cake and Big Mistakes“ ist der dritte Teil der Adams Grove Serie. Vielleicht hätte ich besser in das Buch reingefunden, wenn ich die ersten Teile gelesen hätte. So hatte ich aber immer den Eindruck, ich hätte wichtige Informationen verpasst.

Carolanne und Connor haben eine gemeinsame Vorgeschichte, die aber bereits in den ersten Büchern der Reihe beginnt. So konnte mich ihre Liebesgeschichte nicht wirklich überzeugen.

Gut gefiel mir die Beschreibung des Kleinstadtlebens. Nancy Naigle schafft es, die Bewohner von Adams Cove lebendig werden zu lassen.

Die Spezialität der Autorin scheint es übrigens zu sein, Liebesgeschichten mit einem Kriminalfall zu verbinden und alles in einer amerikanischen Kleinstadt spielen zu lassen.

Sterne: 3 von 5

Stolz & Demut (Sophie Weiss)

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Sophie will es wissen. Sie lässt sich als Sklavin von Richard ersteigern.

Da häufig der Vergleich zu „Shades of Grey“ auftaucht, möchte auch ich darauf eingehen. „Shades of Grey“ mag SM in der Belletristik salonfähig gemacht haben, aber „Stolz und Demut“ ist mit der Trilogie nicht vergleichbar. „Shades of Grey“ ist ein Liebesroman mit relativ harmlosen Sexspielchen. „Stolz und Demut“ ist von etwas härterem Kaliber.

Richard behandelt Sophie tatsächlich wie eine Sklavin und hat Spaß daran, sie zu demütigen. Für mich war das schwer zu schlucken, trotzdem hat meine vouyeuristische Ader gesiegt.

Stolz & Demut“ wird in wechselnden Abschnitten aus der Sicht von Sophie und Richard erzählt. Sophies Wünsche waren mir absolut befremdlich, auch für Richard konnte ich keine Sympathie empfinden und kein Verständnis aufbringen.

Das Ende war mir zu kurz und abrupt. Gerade die dort aufgeworfene Frage hätte für meinen Geschmack ausführlicher beleuchtet werden können.

Alles in allem hat mich „Stolz & Demut“ gut unterhalten. SM-Erotik wird zwar auch weiterhin nicht zu meinem Standardleseprogramm gehören, aber ich gucke gerne mal über den Tellerrand.

Sterne: 3,5 von 5

Prinzen der Nacht (Lilly M. Love)

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Wer den ersten Teil der Reihe, „Lockruf der Nacht“, gelesen hat, wird bei „Prinzen der Nacht“ das Gefühl eines Deja vus haben. Denn dieser Teil erzählt quasi die gleiche Geschichte, allerdings aus der Sicht von Morris.

Während man bei „Lockruf der Nacht“ noch den Eindruck gewinnen konnte, es handle sich um eine sehr düstere Liebesgeschichte, wird bei „Prinzen der Nacht“ deutlich, dass Morris alles andere als ein romantischer Held ist. Er ist fast so skrupellos wie sein Bruder Payton und ist nicht weit davon entfernt, über Leichen zu gehen.

Fast alles, was in „Lockruf der Nacht“ verwirrend war, wird in „Prinzen der Nacht“ aufgeklärt. Das Gesamtbild wirkt noch verstörender.

„Prinzen der Nacht“ ist düster und verstörend. Wer Paranormal Romance erwartet, wird enttäuscht.

Sterne: 4 von 5

Dexter in the Dark (Jeff Lindsay)

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dexterVerbrannte und geköpfte Leichen werden gefunden. Eigentlich würde dieses Dexter nicht beunruhigen, wenn sich sein Dunkler Passagier nicht plötzlich zurückgezogen hätten. Aus Angst?

Nachdem ich den zweiten Teil gelesen hatte, hatte ich mich geärgert, dass ich zu vorschnell den dritten Teil bestellt hatte. Nun musste ich auch diesen lesen, obwohl mir der vorherige Teil nicht sonderlich gefallen hatte.

Bis zur „Auflösung“ des Kriminalfalls fand ich dieses Buch sogar noch relativ spannend. Aber das hastige Ende dürfte mit seiner Aufklärung für die meisten Thriller-Leser unbefriedigend sein. Fast hatte ich den Eindruck, dass Jeff Lindsay ein großer Fan von Stephen Kings „Es“ ist.

Zwischendurch kümmert sich Dexter um die richtige Erziehung und Unterrichtung von Astor und Cody. Die beiden kamen mir wie zwei Mitglieder der Adams Family vor.

Für mich ist die Buchreihe um Dexter hiermit beendet. Ich widme mich lieber weiter der TV-Serie.

Sterne: 2,5 von 5