Archiv für den Monat Juli 2013

Dead Ever After (Charlaine Harris)

Standard

dead ever afterArlene wird vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen und bittet Sookie vergebens um einen Job. Am nächsten Tag wird Arlene erwürgt aufgefunden, um ihren Hals ein Tuch von Sookie. Das scheint zu genügen um Sookie als Verdächtige zu verhaften.

Das ist der Aufhänger, mit dem Charlaine Harris die Sookie Stackhouse-Reihe zu einem Ende bringt. Und ich wage einfach mal zu behaupten, dass viele Leser über das Ende nicht besonders glücklich sein werden, auch wenn es sich bereits in den letzten Büchern so abzeichnete. Für mich selbst war es keine große Überraschung, so dass ich mich schon vorher darauf einstellen konnte.

SPOILER (nicht lesen, wenn das Ende nicht verraten werden soll):

Die brennendste Frage war sicherlich, mit wem Sookie am Ende zusammen sein würde. Ein Vampir kam nicht in Frage, u.a. da sie selbst sterblich bleiben wollte und Angst hatte, dass ihr Altern für Probleme sorgen würde. Somit musste auch Eric „abserviert“ werden. Bereits in den letzten Büchern wirkte seine Beziehung zu Sookie fast zu routiniert, kaum noch war der alte Eric, der sonst gerne mit den Köpfen seiner Feinde kegelte, zu erkennen.

Dass Sookie am Ende mit Sam zusammenkommen würde, war spätestens nach „Deadlocked“ klar. Schließlich hatte Sookie ihn von den Toten zurückgeholt. Hat Charlaine Harris nun Sookies‘ „Sinneswandel“ überzeugend rübergebracht? Meiner Meinung nach nicht. In den letzten Büchern war sie absolut in Eric verliebt, nach etwas mehr als 100 Seiten „Dead Ever After“ hatte sie ihn dann aber so gut wie abgehakt. Weder ist dieses glaubwürdig, noch hat dies der Eric von früher so verdient.

Schon bei den letzten Büchern hatte ich manchmal den Eindruck, dass sich Charlaine Harris verrannt hatte und nicht wusste, wie sie das Sookie-Eric-Dilemma lösen sollte. Hätte sie doch viel eher die Reißleine gezogen. Dann hätte Eric vielleicht ein würdigeres Ende bekommen und die Leser hätten ihn in besserer Erinnerung.

Sterne: 3 von 5

Advertisements

Symbole des Bösen (J. T. Ellison)

Standard
  • symbole des bösenSymbole des Bösen (The Immortals)
  • Autor: J. T. Ellison
  • Verlag: Mira
  • Seitenzahl: 380
  • ISBN: 978-3-86278-722-7
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: Mai 2013

Inhalt:

Zu Halloween werden mehrere Jugendliche in ihren Zimmern ermordet aufgefunden. Da ihnen Pentakel eingeritzt wurden, werden Satanisten als Täter vermutet.

Rezension:

„Symbole des Bösen“ ist Teil einer Reihe um Lieutenant Taylor Jackson.
Es ist zwar nicht zwingend erforderlich, die vorherigen Bücher gelesen zu haben, aber da immer wieder alte Fälle erwähnt werden, wäre es bequemer. Ausserdem scheint sich der Fall um den Serienkiller „Pretender“ durch mehrere Bücher zu ziehen.
„Symbole des Bösen“ ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Dabei gibt es mehrere Handlungsstränge. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf den Morden an acht Jugendlichen. J. T. Ellison schafft es, eine entsprechende düstere und bedrohliche Stimmung zu schaffen. Nur langsam wird Ermittlern und Lesern klar, was tatsächlich hinter den Morden steckt. Auch wenn einzelne Kapitel aus der Sicht der Täter geschrieben ist, kommt die Auflösung mit einem großen Knall erst am Ende.
Parallel dazu reist Taylors Freund in die Vergangenheit und muss sich an einen alten Fall erinnern. Allerdings ist mir nicht ganz klar, was dieser Handlungsstrang sollte. Mögliche Beziehungsprobleme könnten auch anders angekündigt werden.
Zusätzlich macht sich Taylor Sorgen um einen Freund und Kollegen, von dem sie befürchtet, dass er ein Opfer des „Pretender“ geworden sein könnte.
Mir gefiel die Hauptfigur, Taylor Jackson. Zu Beginn hatte ich ein wenig die Befürchtung, dass Taylor als Supercop dargestellt werden würde, aber sie hat ihre Ecken und Kanten und ist zum Glück nicht allwissend. Taylor ist in einer Beziehung mit einem FBI-Agenten, aber zumindest in diesem Buch lenkt diese Beziehung nicht von dem Fall ab.
Bei nächster Gelegenheit werde ich weitere Bücher von J. T. Ellison lesen und gucken, ob mir auch diese auch gut gefallen.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

 

Made to be broken (Kelley Armstrong)

Standard

Nadias Mitarbeiterin Sammi und ihr kleines Kind verschwinden spurlos. Während die Stadtbewohner glauben, dass Sammi abgehauen ist, glaubt Nadia bald an ein Verbrechen. Zusammen mit Jack, ihrem Hitman-Kollegen, macht sich Nadia auf die Suche.

Made to be broken“ ist der zweite Teil einer Serie um die Auftragsmörderin Nadia, eine ehemalige Polizistin. Jetzt nimmt Nadia Jobs an, bei denen sie u.a. Verbrecher tötet, die ihrer gerechten Strafen entkommen sind.

So langsam könnte man den Eindruck gewinnen, dass es in der Bevölkerung nur so von Auftragsmördern wimmelt, so groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Nadias Weg kreuzen. Dennoch ist der Fall spannend und vor allem die Figuren sorgen dafür, dass das Buch nicht so schnell zur Seite gelegt wird.

Nadias Kollege ist Jack, der bei seinen Jobs nicht ganz so wählerisch ist wie sie. Weder Nadia noch der Leser wissen allzu viel über Jacks Vergangenheit. Außerdem hat Jack ein romantisches Interesse an Nadia, was diese aber nicht bemerkt.
Hinzu kommt Quinn, Polizist, der nebenbei für Recht sorgt und Straftäter, die nicht belangt werden, liquidiert. Außerdem noch Evelyn, eine Auftragsmörderin außer Dienst, die versucht mit Nadia ihre Machtspielchen zu spielen.

Sterne: 4 von 5

Rusty Nail (J.A. Konrath)

Standard

Jack Daniels erhält einen anonymen Brief, der einen Film enthält, auf dem gezeigt wird, wie eine Frau gefoltert wird. Alles deutet darauf hin, dass ein Nachahmungstäter unterwegs ist, der den Mörder „The Gingerbread Man“, wie er sich selbst nannte, kopiert.

Nach „Bloody Mary“ geht es mit „Rusty Nail“ weiter. Allerdings sollte man vorher unbedingt den ersten Teil, „Whiskey Sour“, gelesen haben, da sich dieser Thriller auf den Fall des Serienstarts bezieht und natürlich auch verraten wird, wer dort der Täter ist. Leider war dies bei mir nicht der Fall.

Von all den Büchern, die ich bisher von J.A. Konrath gelesen habe, gefiel mir dieses am besten. Ständig ist Action, es gibt eine Wendung nach der anderen. Allerdings ist das Buch auch extrem brutal. Hinzu kommt irrwitziger Humor. Wer nicht darüber lachen kann, wenn ein Folteropfer mit einer Ratte um seinen abgesägten Finger kämpft, der sollte die Finger von diesem Thriller lassen.

Da die Gewalt so überspitzt dargestellt ist und vor allem in den Köpfen der Leser abläuft, hatte ich keine großen Problem damit. Ich werde auf jeden Fall alle weiteren Bücher der Jack Daniels-Reihe lesen.

Sterne: 5 von 5

Little Girls Lost (J.A. Kerley)

Standard

little girls lostIn Mobile werden kleine Mädchen entführt. Da Harry Nautilus im Krankenhaus liegt, muss Carson Ryder ohne seinen Partner ermitteln. Dafür bekommt er bald Unterstützung durch einen ehemaligen Polizisten, Conner Sandhill.

Little Girls Lost“ ist der sechste Teil der Carson Ryder-Serie. Allerdings fällt für mich das Buch aus der Reihe. Carson bleibt relativ blass, Harry tritt kaum in Erscheinung. Die eigentliche Hauptfigur ist Conner Sandhill, der seinen alten Job hingeschmissen hat und jetzt ein Restaurant betreibt. Conner ist wie eine Bulldogge, wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat.

Quereinsteiger werden mit dieser Konstellation keine Probleme haben, da sie keine entsprechenden Erwartungen haben, ich fand es ein wenig bedauerlich.

Der Fall selbst ist interessant, auch wenn es keine enormen Überraschungen gibt. Am Ende gibt es eine kleine Wende, aber die fiel nicht zu sehr ins Gewicht.

Außerdem hätte ich gerne mehr zu den Hintergründen der Täter erfahren. Was genau ist in ihrer Vergangenheit vorgefallen? Einiges wird angerissen, aber mehr Infos hätten die Sache runder gemacht.

Sterne: 3,5 von 5