Archiv für den Monat Mai 2013

Department 19 – Die Wiederkehr (Will Hill)

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department 19Jamie Carpenter ist nun Agent des Deparments 19, das Jagd auf Vampire macht. Doch die gefährlichste Jagd steht noch bevor, denn der erste aller Vampire wird bald zurückkehren.

Department 19 – Die Wiederkehr“ ist der zweite Teil einer Reihe, der nahtlos an „Department 19 – Die Mission“ anknüpft. Hauptfigur ist auch hier der Teenager Jamie Carpenter, der gerade erst gelernt hat, dass es Vampire gibt.

Während ich den ersten Teil „nur“ nicht schlecht fand, gefiel mir dieser Band ziemlich gut. Das liegt vor allem daran, dass ich Jamie weniger anstrengend fand. Er ist nicht mehr ganz so scheinbar allwissend, sondern macht auch Fehler, die er durchaus zugibt.

Wieder geht es sehr blutig und auch brutal vor. Hier sind die Vampire noch echte Monster, die ihren Spaß daran haben, ihre Opfer zu quälen. Wer der Vampir ist, dessen Rückkehr bevor steht, ist sicherlich nicht schwer zu erraten.

Will Hill hat es im Laufe der Handlung mehrmals geschafft, mich zu überraschen. Das macht für mich u.a. ein gutes Buch aus. Natürlich endet auch dieser Teil mit einem fiesen Cliffhanger.

Sterne: 4 von 5

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Breed (Chase Novak)

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Leslie und Alex sind glücklich verheiratet, doch der Kinderwunsch wurde ihnen bisher verwehrt. Bis sie eines Tages den Tipp bekommen, einen Spezialisten in Osteuropa zu besuchen. Dieser verabreicht beiden geheimnisvolle Spritzen, die zwar dafür sorgen, dass Leslie endlich schwanger wird, aber beiden Eltern verändern sich plötzlich auch.

Der erste Teil von „Breed“ ist aus der Sicht von Leslie und Alex geschrieben, dann gibt es einen Zeitsprung von zehn Jahren und im Mittelpunkt stehen die Zwillinge Alice und Adam. Mir kam es ganz entgegen, da ich so besser meine Distanz zu den Eltern wahren konnte, deren Schicksal mich zu sehr mitgenommen hätte.

„Breed“ ist ein Horrorroman, der zum Großteil ohne Gemetzel und Blutorgien auskommt. Der Horror ist hier ein wenig subtiler. Manchmal fühlte ich mich an den Film „Die Fliege“ erinnert, wenn Leslie und Alex immer mehr ihre Menschlichkeit verlieren und dies zwischendurch realisieren. Das ist für mich echter Horror!

Natürlich gibt es ein paar kleine Logiklücken und zum Ende hin wurde es mir teilweise zu übertrieben. Aber ansonsten hat es das Buch perfekt geschafft, mich emotional herunterzuziehen. Nicht unbedingt das, was ich mir wünsche, aber bei diesem Buch sicherlich beabsichtigt.

Sterne: 3,5 von 5

Dunkle Gewässer (Joe R. Lansdale)

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dunkle gewässerSue Ellen findet die Leiche ihrer Freundin May Lynn. Da niemanden zu interessieren scheint, wie May Lynn gestorben ist, beschließen Sue Ellen und ihre Freunde die hastig beigesetzte Leiche auszugraben, zu verbrennen und die Asche nach Hollywood zu bringen, da May Lynn davon träumte, Schauspielerin zu werden. Dabei entdecken die drei Freunde einen Geldschatz, der aus einem Banküberfall stammt. Plötzlich hängen sich Verfolger in ihre Fersen.

Diese Buchbeschreibung mag skurril klingen, spiegelt aber perfekt wider, was den Leser in „Dunkle Gewässer“ erwartet: einen schwarzhumorigen Abenteuerroman, der mich manchmal an Mark Twains „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ erinnerte. Das mag u.a. daran liegen, da die drei Freunde mit einem Floß reisen und aus den Südstaaten kommen, wo sich Rassisten, korrupte Gesetzeshüter und Wanderprediger tummeln.

Lansdale gelingt es wunderbar, dem Leser einen heruntergekommenen Süden mit seinen skurrilen Einwohnern vor dem geistigen Auge lebendig werden zu lassen. Interessante Figuren bevölkern seinen Roman. Hier werden Freundschaft und Hoffnung lebendig.

„Dunkle Gewässer“ ist ein Stand Alone-Roman. Bisher war mir Joe R. Lansdale nur durch seine Krimis um das Duo Hap Collins und Leonard Pine bekannt. Diese fand ich unterhaltsam, aber der vorliegende Roman gefiel mir noch besser.

Lansdale liebt die direkte Sprache. Seine Figuren reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und nehmen kein Blatt vor den Mund. Manch ein Leser mag von der mitunter drastischen Sprache abgestoßen werden, ich fand es erfrischend.

Sterne: 5 von 5

The Hobbit: An Unexpected Journey – Chronicles: Art & Design (Daniel Falconer)

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hobbitAllein optisch macht dieses Buch schon einiges her. Der Einband ist geprägt, vorne kann Thorins Karte aufgeklappt werden, hinten befindet sich Bilbos Vertrag, der sich über drei aufklappbare Seiten erstreckt.

In einem Kapitel dreht sich alles um Hobbits: Bilbos Ausstattung, seine Hauseinrichtung und die Kostüme weiterer Hobbits. Dazu gibt es Fotos und Zeichnungen.

Ein weiteres Kapitel ist ganz den Zwergen gewidmet. Waffen, Frisuren, Tätowierungen und Bekleidung werden ausführlich behandelt. Auf jeden Zwerg wird einzeln eingegangen.

Auch die Zauberer werden nicht vergessen. Ein Schwerpunkt liegt auf Radagast, seinem Schlitten und seinem Haus.

Die Elben, Gollum, Wargreiter, Trolle und Goblins werden auch nicht vergessen.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch jeden Cent wert. Fans des Films werden nicht enttäuscht sein, Liebhaber der Bücher vermutlich auch nicht.

Sterne: 4,5 von 5

New York Love Story (Marion Rekersdrees)

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ny love storyAls Simon mit Niki Schluss macht und ihr eröffnet, dass er mit seiner Band nach New York geht, ist Niki am Boden zerstört. Da bietet sich die Gelegenheit, für ein paar Wochen als Au-pair-Mädchen in New York zu arbeiten. Niki nutzt die Chance, um Simon in der Großstadt zu suchen.

New York Love Story“ ist ein niedlicher Roman für weibliche Teenager, der Spaß macht und kurzweilig unterhält. Sicherlich wurde diese Art von Geschichte schon einige Male erzählt, aber wenn sie charmant und nett geschrieben ist, macht sie immer wieder Freude.

Niki und ihre Freundin Maja sind übrigens ziemliche Fans der Serie Gossip-Girl. Passenderweise habe ich den ersten Teil der Reihe kurz vorher gelesen und konnte Vergleiche anstellen. „New York Love Story“ spielt teilweise auch in der New Yorker High Society, ist aber längst nicht so böse und bissig.

Wie der Titel schon sagt, gibt es hier eine Liebesgeschichte. Allerdings hätte ich mir hierauf einen stärkeren Fokus gewünscht. So stehen eher Nikis Erlebnisse als Au-Pair im Mittelpunkt.

Es war schön, mal wieder durch New York zu streifen, auch wenn es nur in einem Buch war. New York ist immer eine Reise wert.

Sterne: 3,5 von 5

Im Totengarten (Kate Rhodes)

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Alice ist Psychologin in London. Beim Laufen stößt sie auf eine Frauenleiche. Die Polizei vermutet schnell eine Verbindung zu einem Serienmörder-Paar, wobei der Mann bereits tot ist und die Frau noch hinter Gittern sitzt. Als Alice eine zweite ermordete Frau findet, wächst in ihr die Angst, dass ihr Bruder, der psychische Probleme hat, involviert sein könnte.

Bei „Im Totengarten“ bin ich ein wenig unschlüssig, wie ich es bewerten soll. Einerseits gefiel mir der Schreibstil, andererseits hätte ich mir bei einem deklarierten Thriller durchgängig mehr Spannung erhofft. Das soll auf keinen Fall heißen, dass dieses Buch langweilig ist, aber an manchen Stellen erhält der Leser zu viele Informationen, die nicht wirklich zum Fortgang der Handlung beitragen und somit das Tempo verschleppen.

Meiner Meinung nach dürfte dieses Buch eher Frauen als Männer ansprechen. Die Romanze zwischen Alice und einem Polizisten nimmt ziemlich viel Raum ein.

Zum Ende hin hatte ich meine Vermutungen wer der Täter ist, wurde dann kurz auf eine falsche Fährte gelockt und so doch noch überrascht.

„Im Totengarten“ ist der erste Teil einer neuen Thriller-Reihe. Auch wenn Kate Rhodes hier noch nicht der ganz große Wurf gelungen ist, sehe ich hier durchaus Potential und würde weitere Thriller von ihr lesen. Bitte dann aber die Handlung etwas straffen und mehr nervenaufreibende Szenen!

Sterne: 3 von 5