Aber Mutter weinet sehr (Wolfgang Brenner)

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aber mutter weinet sehrMaries Sohn verschwindet spurlos. Die Polizei findet keine Spur. Bis eines Tages der Entführer Marie kontaktiert. Sie beschließt, sich allein auf die Suche nach ihrem Sohn zu machen.

Der Titel des Romans ist hier Programm. Marie ist eine äußerst anstrengende Persönlichkeit, mit der ich mich zu keinem Zeitpunkt identifizieren konnte. Während ich ihre Alleingänge zumindest noch irgendwie entschuldigen wollte, waren sie im Laufe der Handlung immer weniger nachvollziehbar. Irgendwann hätte sie doch aus ihren Fehlern lernen müssen, schließlich hatte sie bisher nie Erfolg.

Marie ist völlig ich-fixiert. Sie macht ihrem Mann und der Polizei Vorwürfe, dass sie sie nicht verstehen würden. Das hat mich so abgelenkt, dass ich kein Mitgefühl entwickeln konnte, obwohl ein kleiner Junge entführt wurde und garantiert Todesängste ausstand.

Obwohl die Handlung häufig sehr konstruiert war (ich habe z.B. nicht verstanden, warum nicht mit einem Phantombild gefahndet wird, wenn es schon kein offizielles Foto gibt), habe ich beständig weiter gelesen. Natürlich wollte ich doch wissen, was mit Johann passiert ist – und welche irren Aktionen Marie noch veranstaltet.

Da das Buch mit etwas mehr als 280 Seiten relativ kurz ist, war ich schnell durch. Somit ich kann ich diesen Roman auch wieder schnell vergessen.

Sterne: 2 von 5

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