Ich soll nicht töten (Barry Lyga)

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Jasper Trent ist der Sohn eines berüchtigten und verurteilten Serienmörders. Als in seiner Heimatstadt ein Mord geschieht, ist das Jasper davon überzeugt, dass wieder ein Serientäter unterwegs ist. Jasper will den Täter fangen, muss aber auch mit seinen eigenen Dämonen kämpfen.

Als ich zum ersten Mal über das Buch las, fühlte mich gleich an Dan Wells‘ „Ich bin kein Serienkiller“ erinnert. Tatsächlich ist die Grundidee gleich. In beiden Büchern kämpfen die männlichen Hauptfiguren, jeweils Teenager, mit ihren inneren Dämonen und versuchen herauszufinden, ob sie die Veranlagung haben, ein Serienmörder zu sein.

Natürlich gibt es auch Unterschiede. Jasper wusste, was sein Vater trieb und musste ihm teilweise assistieren, wenn auch nicht bei den Morden selbst. Jetzt fragt er sich, ob er nicht auch Gefahr für seine Mitmenschen darstellt.

Gerade diesen Einblick in Jaspers Vergangenheit und seine Selbstzweifel fand ich spannend und auch manchmal verstörend. Gerne hatte Barry Lyga aber noch mehr in die Tiefe gehen können.

Dass Jaspers Vater las der schlimmste Serienmörder der Welt gilt, hätte nicht unbedingt sein müssen. Auf mich wirkte es zu übertrieben.

Während Jasper mit sich selbst kämpft, rücken die eigentlichen Morde fast in den Hintergrund. Natürlich treibt ein Irrer sein Unwesen, aber Jasper selber fand ich viel interessanter.

Barry Lyga hat zuvor vor allem Romane für Jugendliche geschrieben. Sein Schreibstil würde auch jetzt für diese Zielgruppe passen, allerdings sind die Morde in meinen Augen manchmal zu grausig für Leser dieses Alters.

Ich soll nicht töten“ ist der Beginn einer Reihe.

Sterne: 4,5 von 5

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