Archiv für den Monat Januar 2013

Somebody to Love (Kristan Higgins)

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somebody to loveNachdem Parkers Vater, ein Wall Street Mogul, ins Gefängnis kommt, muss sie mit ihrem kleinen Sohn umziehen. Zum Glück hat sie ein Haus in Maine geerbt. Doch leider stellt sich dieses Erbstück als ziemliche Bruchbude heraus. Der Anwalt ihres Vaters, James, der handwerklich begabt ist, bietet Parker seine Hilfe an.

In „Somebody to Love“ trifft der Leser alte Bekannte wieder. Parker ist die beste Freundin von Ethan und Lucy, die in „The Next Best Thing“ ein Paar wurden. In Maine trifft Parker Maggie und Malone aus „Catch of the Day“.

Mit diesem Buch hat Kristan Higgins ihren Stil etwas geändert. Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Parker als auch aus Ethans erzählt. Außerdem tritt Parker nicht in so viele Fettnäpfchen wie die früheren Heldinnen. Obwohl ich die Gefängnisszene trotzdem großartig fand.

Ich bin ein Fan von Liebesromanen, in denen einer der Partner lange unter der nicht erwiderten Liebe leidet. Also beste Voraussetzungen für dieses Buch. Doch der allerletzte Funke wollte nicht überspringen, das absolut Herzzerreißende fehlte.

Doch die Chemie zwischen Parker und Ethan stimmt. Auch wenn mir Parker zu Beginn ziemlich auf die Nerven ging, weil sie sich so lange weigerte, Ethan mit seinem richtigen Namen anzusprechen.

„Somebody to Love“ ist nicht Kristan Higgins bestes Buch, aber dennoch unterhaltsam und besonders zu Ende berührend.

Sterne: 4 von 5

Die Rückkehr der Elfen (Silvana De Mari)

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rückkehr elfenDie Zwerge können sich aus der Gefangenschaft der Orks befreien. Schließlich kommt es zum Kampf zwischen Orks, Menschen, Elfen und Zwergen.

„Die Rückkehr der Elfen“ ist der vierte Teil der Fantasy-Reihe von Silvana De Mari und das Ende lässt vermuten, dass es eine weitere Fortsetzung gibt.

Dass beim Lesen von De Maris Romanen nicht unbedingt die Glückshormone ausgeschüttet werden, sollten ihre Leser mittlerweile wissen. Auch hier geht es wieder um Krieg und Tod. Eine Hauptfigur stirbt wie zu erwarten. Eigentlich hätte uns de Mari diesbezüglich mal überraschen können, da ist sie inzwischen ziemlich vorhersehbar.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass dieser Teil leichter zu lesen war als die Vorgänger. Auch kam er mir etwas weniger düster vor. Ab und an blitzte ein Hoffnungsschimmer durch, z.B. als ein Zwerg feststellt, dass seine Ehefrau doch nicht so übel ist, wie immer angenommen.

Dennoch wahrte ich eine größere Distanz zu Figuren. Vielleicht weil ich aus den letzten Büchern schlau geworden war und wusste, wie unbarmherzig die Autorin zuschlagen würde.

Wenn mir der erste Teil nicht so gut gefallen hätte, hätte ich wahrscheinlich nach dem zweiten Buch Schluss gemacht.

Sterne: 3 von 5

Dylan & Gray (Katie Kacvinsky)

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Gray hat sich von seinen Freunden zurückgezogen. Da begegnet er der verrückten Dylan, die es langsam schafft seine Mauern einzureißen und Gray zurück ins Leben zu holen.

In Erwartung der üblichen Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen habe ich dieses Buch begonnen und mir wurde gleich auf den ersten Seiten klar, dass sich viel mehr zwischen den Buchdeckeln verbirgt. Es geht um Einsamkeit, Trauer, Loslassen, Lebenslust und natürlich auch um Freundschaft und Liebe.

So ist „Dylan & Gray“ um einiges tiefgründiger als viele andere Romane dieses Genres und schafft es so, den Leser noch mehr zu berühren.

Dieser Roman wird abwechselnd aus der Sicht von Dylan und Gray erzählt. Besonders die lebenslustige Dylan fand ich sehr gelungen. Trotz ihrer manchmal sehr verrückten Ideen ist sie nicht anstrengend, sondern ist ziemlich liebenswert. Ich hätte Dylan gerne als Freundin gehabt.

Einziger Kritikpunkt ist, dass mir ein wenig das Kribbeln fehlte. Dylan und Gray verlieben sich ziemlich schnell ineinander.

Ein zweiter Teil wird folgen. Bis dahin werde ich mich auf die Suche nach Katie Kacvinskys erstem Roman machen.

Sterne: 4 von 5

Death’s Excellent Vacation (Charlaine Harris, Jeaniene Frost, Katie MacAlister, Lilith Saintcrow…)

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Death’s Excellent Vacation“ enthält Kurzgeschichten von u.a. Charlaine Harris, Jeaniene Frost, Katie MacAlister und Lilith Saintcrow.

In Charlaines Harris‘ „Two Blondes“ reisen Sookie und Pam nach Las Vegas. Die 31 Seiten sind gut zu lesen, liefern aber keinen Mehrwert zur Sookie-Reihe.

„The Boys Go Fishing“ von Sarah Smith handelt von Superhelden, aber ich konnte keinen Bezug zu den Figuren finden. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass sich die Autorin extrem von bekannten Comichelden inspirieren ließ.

Von Jeaniene Frost habe ich bisher nur ein Buch gelesen und schnell festgestellt, dass an weiteren Romanen von ihr kein Interesse habe. Ihre Kurzgeschichte hat mich darin noch einmal bestätigt.

Zum Glück kam dann Daniel Stashowers gut geschriebener Beitrag, an dem ich richtig Spaß hatte.

„The Innsmouth Nook“ ist humorvoll und überraschend. A. Lee Martinez ist ein Autor, den ich weiter verfolgen werde.

Die nächste Kurzgeschichte, „Safe and Sound“, ist eine der besten in der dieser Sammlung. Sie unterhaltsam und teilweise sogar gruselig.

„Seeing is Believing“ liest sich gut, auch wenn ich den Eindruck hatte, dass L.A. Banks Geschichte ursprünglich ausführlicher war und zusammengekürzt wurde.

In Katie MacAlisters „The Perils of Effrijim“ hat der Dämon Jim die Hauptrolle. Er hofft auf einen Kurzurlaub mit seiner Angebeteten, einer Hundedame, doch es gibt viele Hindernisse zu überwinden. Genitalwitze sind garantiert.

Noch einen drauf setzt Christopher Golden mit „Thin Walls“, in dem die männliche Hauptfigur die nächtlichen Aktivitäten seiner Nachbarin durch die dünnen Wände eines Hotelzimmers miterlebt.

In „The Heart is always right“ schreibt Lilith Saintcrow über einen Gargoyle, der sich verliebt. Sehr niedlich, auch wenn ich die konstruierte Welt nicht ganz gelungen fand (Stichwort „Heart“).

„The Demon in the Dunes“ (Chris Grabenstein) ist klasse erzählt und kann mit seinem Ende überraschen.

Auch Sharan Newman liefert in „Home from America“ ein unvorhergesehenes Ende und bringt somit Abwechslung.

Die letzte Geschichte, „Pirate Dave’s Haunted Amusement Park“ (Toni L. P. Kelner) ist nett, kommt aber nicht an die vorherigen heran. Die Idee, dass ein Vampir als ein Pirat in einem Freizeitpark lebt, ist nicht schlecht, aber insgesamt zu wenig innovativ.

Fazit: Nach anfänglicher Enttäuschung konnte mich diese Sammlung an Kurzgeschichten doch noch überzeugen.

Sterne: 3 von 5

Geopfert (Tony Black)

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Gus, ehemaliger Journalist, ist arbeitslos und alkoholabhängig. Als ihn ein Freund bittet, die Todesumstände seines Sohnes zu beleuchtet, taucht er in die düsteren Abgründe von Edinburgh ab.

Gus Dury macht es dem Leser nicht leicht, sich mit ihm zu identifizieren. Er ist Alkoholiker und bereits ziemlich abgestürzt. Dabei zeigt keine Bestrebungen, etwas an seinem Leben zu ändern. Erst im Laufe der Handlung wuchs mir Gus etwas mehr ans Herz, wenn beispielsweise seine Kindheit geschildert wird. Außerdem ist Gus kein schlechter Kerl, er hat eine mitfühlende Seele.

Gus hat also enorm viele Probleme. Und diese Probleme hätten fast dafür gesorgt, dass ich das Buch auf den ersten hundert Seiten abbrechen wollte. Denn Gus scheint mehr mit diesen Problemen beschäftigt zu sein, als mit der Lösung des Falls. Die Spannung kam erst später auf.

Geopfert“ ist zynisch, brutal und meist hoffnungslos. Wer auf wirklich gescheiterte Ermittler steht, dem dürfte dieser Thriller gefallen.

Sterne: 3 von 5

Seed (Ania Ahlborn)

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Nach einem Autounfall merkt Jack, dass seine sechsjährige Tochter sich merkwürdig verhält. Bald ist er davon überzeugt, dass Charlie von einem Dämonen besessen ist. Jack ist davon überzeugt, dass ihr nur eine Reise in seine Vergangenheit helfen kann.

Ich lese zwischendurch ganz gerne Horrorgeschichten, obwohl mich bisher keine wirklich zum Gruseln gebracht hat. Erst recht nicht dazu, dass ich Nachts nicht schlafen kann. „Seed“ auch nicht. Dennoch habe ich dieses Buch in einem Zug durchgelesen.

Ania Ahlborns Stil hat mir wirklich gefallen. Ihre Figuren, vor allem die Kinder, wirken lebendig und realistisch. Die Südstaatenatmosphäre wird gut rüber gebracht.

Zu Beginn muss sich der Leser etwas gedulden, bis der Roman so richtig Fahrt aufnimmt. Abgerundet wird „Seed“ mit einem sehr konsequenten Ende, wie ich es mir so einige Male bei anderen Romanen dieses Genres gewünscht hätte.

Allerdings hätte ich mir doch die ein oder andere Erklärung gewünscht. Warum genau sucht sich der Dämon Jacks Familie aus?

Auch wenn Ania Ahlborn das Genre nicht neu erfindet, hat sie dennoch einen atmosphärischen Spannungsroman geliefert.

Sterne: 3,5 von 5

The Mark of Athena (Rick Riordan)

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Endlich hat Annabeth Percy wiedergefunden. Ausgerechnet im Camp Jupiter. Doch da sich die griechischen und römischen Halbgötter nicht grün sind, müssen beide zusammen mit ihren Freunden fliehen. Es gilt die Urgöttin Gaia zu besiegen.

The Mark of Athena“ ist der dritte Teil der The Heroes of Olympus“-Reihe. Percy Jackson ist eine von über sechs Hauptfiguren, erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Nicht nur die griechische, sondern auch die römische Mythologie wird hier verarbeitet.

Rick Riordon hat wieder großartige Einfälle, wie er alte Sagen mit seiner Geschichte unterhaltsam verquickt. So fand ich beispielsweise die Szene mit Narcissus einfach nur klasse. Der Höhepunkt dieses Buchs. Für Spaß ist eindeutig gesorgt.

Die Figuren sind sympathisch und fast jeder Leser sollte sich mit einem dieser Helden identifizieren können. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und ihnen die Daumen gedrückt. Allerdings hat es mir die Vielzahl der Figuren nicht leicht gemacht, den Wiedereinstieg in die Handlung zu finden. Erst nach und nach tauchten die Erinnerungen wieder auf.

Irgendwie war ich der Meinung, dass es sich bei The Heroes of Olympus“ um eine Trilogie handelt, wurde aber eines besseren belehrt. Dieses Buch endet mit einem Cliffhanger.

Sterne: 4 von 5