Schattengrund (Elisabeth Herrmann)

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  • Titel: Schattengrund
  • Autor: Elisabeth Herrmann
  • Verlag: cbt
  • Seitenzahl: 412
  • ISBN: 978-3-570-16126-5
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 12. November 2012

Inhalt:

Nicola soll das Haus ihrer verstorbenen Tante erben, doch ihre Eltern schlagen das Erbe für sie aus. Da Nico bald achtzehn wird, beschließt sie heimlich in das Dorf im Harz zu reisen, um „Schattengrund“ und dessen Geheimnis zu lüften. Da es Winter ist, ist sie bald eingeschneit und muss feststellen, dass die Einheimischen ihr mit Hass begegnen. Es gilt ein Geheimnis zu lüften.

Rezension:

„Schattengrund“ ist ein Thriller für Jugendliche, der aber auch Erwachsenen Spannung garantiert. Aufgrund des Covers hätte ich nicht unbedingt ein Jugendbuch erwartet. Die Autorin Elisabeth Herrmann hat vor allem durch „Die Zeugin der Toten“ einer größeren Leserschaft bekannt, ich hatte aber noch keine Gelegenheit, dieses Buch zu lesen.

Ein Grund, warum „Schattengrund“ spannend ist, ist die Stimmung, die Elisabeth Herrmann geschaffen ist. Die Dorfatmosphäre ist bedrückend. Die Bewohner von Siebenlehen sind abweisend bis offen aggressiv. Hierzu kommt der Schnee, der scheinbar alles zudeckt und dämpft. Wenn dann noch die Nacht einbricht, wird es es unheimlich.

Lange hat der Leser keinen Schimmer, was wirklich passiert ist, als Nico das letzte Mal in Siebenlehen war. Erst nach und nach fügen sie die Mosaiksteinchen zusammen, wobei immer wieder falsche Fährten gelegt werden. Mitunter fragt sich der Leser, ob nicht sogar übernatürliche Kräfte am Wirken sind.

Nico ist eine sympathische Hauptfigur mit kleinen Macken, die aber nicht nervt, weil sie beispielsweise nicht zu doof für diese Welt oder zu neunmalklug ist. Da sie bereits achtzehn ist, können sich auch erwachsene Leser etwas besser mit ihr identifizieren als mit einer Vierzehn- oder Fünfzehnjährigen. Zumindest scheint sie recht reif zu sein.

Bis auf kleine Längen zwischendurch ist „Schattengrund“ bis zum Ende spannend.

Wenn ich eine Kritik anbringen darf, dann ein Punkt, der überhaupt keinen Einfluss auf die Handlung hat, mich aber doch ein klein wenig störte. Nico wird in dem Buch als Fräulein angesprochen. Wird das überhaupt noch verwendet? Selbst als ich noch zur Schule ging, benutzten Lehrer diese Anrede nicht mehr.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

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Eine Antwort »

  1. Ich habe diese Anrede schon immer verabscheut, denn es gibt ja auch kein „Männlein“. Doch wird der Begriff noch von der älteren Generation benutzt und besonders in ländlichen Gebieten – leider!

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