Grau (Jasper Fforde)

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Eddie Russett lebt in einer Welt, in der die Menschen nicht mehr alle Farben sehen können. Er selbst ist ein Roter, d.h. er sieht die Farbe Rot. Somit führt er ein gutes Leben. Bis er sich eines Tages in Jane, eine Graue aus der Unterschicht, verliebt.

Bekannt ist Jasper Fforde vor allem durch seine Thursday Next-Reihe, die mir aber nicht so lag. Trotzdem habe ich mich an „Grau“, den Auftakt einer neuen Trilogie, getraut – und es nicht bereut.

Auch hier schafft Fforde wieder eine skurrile Welt mit ihren ganz eigenen Regeln, die nicht immer der normalen Logik folgen. Doch mir gefiel insbesondere die Idee, dass die zukünftigen Menschen, wenn überhaupt, nur noch jeweils eine Farbe erkennen können und dieses ihren Status in der Gesellschaft definiert.

In dieser Gesellschaft gibt es strenge Regeln, die mitunter an totalitäre Systeme und frühere Verhaltenskodizes erinnern. Je nach Farbe dürfen bestimmte Berufe ausgeübt und Ehen geschlossen werden. Fluchen oder gewisse Tänze sind verpönt.

Jasper Fforde liefert die Erklärungen für die eigens geschaffenen Begriffe und Regeln erst nach und nach im Laufe der Handlung. Dadurch fiel mir das Lesen bzw. das Nachverfolgen der Ereignisse nicht immer leicht, da ich mich zwischendurch fragte, ob ich nicht etwas überlesen hätte.

Die Figuren, deren Nachnamen gemäß ihrer Farbsehfähigkeit gewählt wurden, sind meist skurril und leicht überdreht. Eddie Russett selbst entwickelt sich im Laufe der Handlung von einem sympathischen Kerl zu einem neugierigen Mann mit Idealen.

Wie bei einem ersten Teil einer Trilogie nicht unüblich, endet „Grau“ offen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

Sterne: 4 von 5

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