Zebulon (Rudolph Wurlitzer)

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  • Titel: Zebulon
  • Autor: Rudolph Wurlitzer
  • Verlag: Residenz Verlag
  • Seitenzahl: 301
  • ISBN: 978-3-7017-1596-1
  • Kaufmöglichkeit: hier
  • Erscheinungsdatum: 25. September 2012

Inhalt:

Mountain Man Zebulon Shook reist durch den Wilden Westen. Dabei pflastern mehr oder weniger freiwillig Leichen seinen Weg. Nachdem er selbst von einer Kugel getroffen wurde, ist sich Zebulon selbst nicht mehr sicher, ob er zwischen Leben und Tod wandelt.

Rezension:

Der Einsteig in „Zebulon“ fiel mir nicht ganz leicht. Zu überrascht war ich von dem, was Rudolph Wurlitzer seinen Lesern bot. Einen Helden, der wie in einem psychedelischen Traum in diverse Schießereien gerät und in alle möglichen Frauenbetten (wenn denn überhaupt ein Bett zur Verfügung steht) steigt.

Sobald ich mich eingelesen hatte, war ich fasziniert von „Zebulon“ und gespannt darauf, was Rudolph Wurlitzer als nächstes aus dem Hut zaubern würde.

Doch nicht nur Zebulon ist ein ziemlicher Mistkerl. Eigentlich sind es alle Menschen, denen er auf seiner Reise bzw. Flucht begegnet. Selbst Familienbande zählen nicht viel. Man geht sich gerne gegenseitig an die Gurgel. Überhaupt scheint der gesamte Wilde Westen von skrupellosen und brutalen Glücksrittern bevölkert zu sein. Diese tummeln sich in Saloons, Bordellen, Opiumhöhlen, es wird gepokert, nach Gold gegraben.

Laut Wikipedia ist Zebulon (oder auch Sebulon) einer der zwölf Stämme der Hebräer. Wer weiß, vielleicht ist Wurlitzers Zebulon das Symbol für einen der „Stämme“ der USA. Auf jeden Fall spiegelt sich in seiner Reise die Geschichte des amerikanischen Westens zur Zeit des Goldrausches.

Frauen spielen in „Zebulon“ eine große Rolle. Dabei stehen sie den Männern in nichts nach und ziehen kompromisslos ihr Ding durch, um ans Ziel zu kommen. Diese Frauen sind Zebulons Verhängnis, da er seine Instinkte nicht wirklich unter Kontrolle hat. Von einer dieser Frauen wird er verflucht, eine andere Frau nutzt ihn für ihre eigenen Interessen.

In „Zebulon“ gibt es auch eine mystische Ebene. Zebulon und der Leser sind sich bis zum Ende nicht sicher, was (Alb)Traum oder Realität ist.

Rudolph Wurlitzer hat einige Filmdrehbücher geschrieben. „Zebulon“ kann ich mir auch gut als eine Verfilmung vorstellen, möglicherweise durch Oliver Stone oder Quentin Tarantino.

Sterne: 4 von 5

Vielen Dank an Blogg dein Buch für dieses Rezensionsexemplar.

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