Wir beide, irgendwann (Jay Asher, Carolyn Mackler)

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1996: Emma und Josh sind beste Freunde, wobei Josh eigentlich in Emma verliebt ist, von ihr aber einen Korb bekommen hat. Als Emma einen Computer geschenkt bekommt, stößt sie zufällig auf ihre Facebook-Seite in der Zukunft. In fünfzehn Jahren wird sie unglücklich verheiratet und arbeitslos sein, während Josh sich eine Traumfrau geangelt hat.

Dieses Buch hat mich aus zwei Gründen gereizt. Zum einen fand ich die Idee toll, Facebook & Co. mit den Augen eines Teenagers aus den 90er Jahren zu sehen. Außerdem mag ich Liebesgeschichten, in denen es um beste Freunde geht.

„Wir beide, irgendwann“ war mich eine tolle Reise in die Vergangenheit, da ich 1996 selbst ungefähr so alt wie Emma und Josh war. Ich kann mich noch gut an einige Situationen von damals erinnern, die in diesem Buch beschrieben wurden. Das Geräusch, mit dem sich ein Modem einwählt, werde ich wohl nie vergessen. Dafür habe ich den Film „Wayne’s World“ umso mehr verdrängt.

Mit viel Spaß habe ich gelesen, wie kleinste Entscheidungen in Emmas und auch Joshs Leben die Zukunft in ihrem Facebook-Profil verändert haben. Sehr unterhaltsam fand ich die treffsicheren Kommentare der Beiden zu der späteren Profilierungssucht im Internet. Wer braucht 400 Freunde bei Facebook? Und warum ist so wichtig zu verkünden, dass man gerade Nudeln isst?

Meine sehr hohen Erwartungen an die Liebesgeschichte wurden nicht ganz erfüllt. Das lag an Emma, die ein nicht ganz leichter Charakter ist. Vermutlich aufgrund der Scheidung ihrer Eltern glaubt Emma nicht an die Liebe. Sie lässt keinen Jungen wirklich an sich heran und ist auch sonst ziemlich kratzbürstig. Die Hormone, die in dem Alter verrückt spielen, tun ihr übriges dazu und bringen Emmas und Joshs Leben ziemlich durcheinander.

„Wir beide, irgendwann“ ist sowohl ein Buch für Teenager, aber auch Erwachsene. Besonders Leser, die in den 90er Jahren selbst Teenager waren, dürften mit diesem Roman viel Vergnügen haben.

Sterne: 4 von 5

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