Fifty Shades Darker (E. L. James)

Standard

Fünf Tage ist es her, dass Ana Christian an den Kopf warf, dass er ein Perversling sei, und ihn verließ. Jetzt bittet Christian sie um einen neuen Versuch, dabei will er sich nach ihren Bedingungen richten.

Nachdem ich letzte Woche den ersten Teil der Reihe gelesen hatte und diesen ziemlich unterhaltsam fand, habe ich mir dank des Cliffhangers „Fifty Shades Darker“ besorgt.
Fifty Shades Darker“ setzt nahezu nahtlos da an, wo „Fifty Shades of Grey“ geendet hat.

Schon der erste Teil lieferte eine sehr weichgespülte Variante von BDSM und „Fifty Shades Darker“ ist in dieser Beziehung noch harmloser. Viel mehr als Fesselspielchen und ein paar Klatscher auf den Po gibt es kaum. Von einem Vertrag, in dem es um Doms und Subs geht, ist überhaupt nicht mehr die Rede.

Während im ersten Teil Christian noch (vergeblich) versuchte, Ana nach seinen Spielregeln zu dominieren, krempelt sie jetzt sein Gefühlsleben deutlich um. Der „tortured hero“ wird gezähmt, eine Heilung seiner emotionalen Wunden ist in Sicht. Ana und der Leser erfahren mehr über Christians Vergangenheit und die Gründe für seine sexuellen Vorlieben. Ich muss gestehen, dass mir Christian in diesem Buch wesentlich sympathischer war.

Ich habe „Fifty Shades Darker“ bedeutend entspannter als „Fifty Shades of Grey“ gelesen, da hier kein Vertrag drohte, der mir im ersten Teil doch ein wenig Magengrimmen verursachte. Dafür bin ich aber auch nicht so schnell durch die Seiten geprescht.

Neben emotionalem Striptease und einigen Sexszenen gibt es Begegnungen mit ehemaligen Gespielinnen, einen lüsternen Chef und Mrs Robinson mischt auch kräftig mit.

Der Schreibstil hat sich nicht wesentlich gebessert, aber da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, ist es mir nicht ganz so eklatant aufgefallen. Von Vorteil ist auch, dass Ana nicht mehr wie im ersten Teil plötzlich von einem tolpatschigen, naiven Mädchen zu einer sexuell sehr aktiven Frau mutieren muss.

Fazit: Hirn ausschalten und sich unterhalten lassen. Wem der erste Teil gefallen hat und wissen möchte, wie es mit Ana und Christian weiter geht, bekommt eine Antwort geliefert, die viele Leser sicherlich befriedigen wird. Wer aber nicht auf Liebesromane steht, sollte hiervon die Finger lassen.
Wie beim ersten Teil komme ich auf 3,5 Sterne.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s