Méto – Das Haus (Yves Grevet)

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Méto lebt als einer von vielen Jungen in einem Haus, das er noch nie verlassen hat. Er weiß nicht, woher er kommt und was mit ihm passieren wird, wenn er groß ist. Der Tag ist strikt geregelt, alles wird überwacht. Bis sich in Méto Widerstand regt.

Vorab eine kleine „Warnung“. „Méto – Das Haus“ ist der erste Teil einer Trilogie und endet mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger. Die Zielgruppe vor allem die männliche Leserschaft.

Diese Dystopie ist besonders für ein Jugendbuch wirklich sehr düster. Aber gerade das hat mir so gut gefallen. Hier wurde die Linie konsequent durchgezogen.

Méto lebt in totaler Überwachung, abgeschnitten von der Außenwelt. Wobei ihm dieses kaum bewusst ist. Zu gut hat die Gehirnwäsche funktioniert. Erst langsam realisiert er, dass seine Lebensumstände nicht wünschenswert sind. Der Leser erfährt von dieser Welt genau so viel, wie Méto selbst weiß. Je mehr Informationen Méto sammelt, desto besser fügt sich das Bild für den Leser zusammen. In meinen Augen hat dies Yves Grevet sehr umgesetzt.

Dadurch ist das Buch sehr spannend. Ich habe es in einem Zug durchgelesen, weil ich wissen wollte, was es mit dem Haus auf sich hat. Da es sich aber um einen Dreiteiler handelt, muss ich warten, bis die nächsten Bücher erscheinen.

„Méto – Das Haus“ ist die beste Dystopie für Jugendliche, die ich seit langem gelesen habe. Da stört es mich auch kaum, dass die für mich brennende Frage, warum gewisse Jungen zu Verrätern wurden, nicht geklärt wurde. Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich gerne darüber hinweg sehe.

Wenn ich nur nach dem Cover gegangen wäre, hätte ich das Buch wohl nie gelesen. Das comichafte hätte mich fast abgeschreckt.

Sterne: 5 von 5

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