Fische füttern (Fabio Genovesi)

Standard

Fiorenzo steht kurz vor dem Abitur und lebt in einer toskanischen Kleinstadt. Wenn er nicht gerade mit seiner Heavy Metal-Band berühmt werden will, träumt er davon, die Provinz zu verlassen. Seine Wege kreuzen die ältere Tiziana, die ebenfalls in Muglione unglücklich ist, und Mirko, der ein junges Rennfahrer-Ass ist.

Ich habe den Eindruck, dass momentan sehr viele Bücher von italienischen Autoren auf den deutschen Markt kommen. Bisher konnte ich mit den meisten nicht viel anfangen, aber „Fische füttern“ hat mir gut gefallen.

Fabio Genovesi erzählt aus mehreren Perspektiven, aber hauptsächlich aus der Sicht von Fiorenzo über Verluste, Einsamkeit, Jugend, die erste Liebe und Freundschaft. Häufig ist die Geschichte humorvoll, nicht selten aber auch tragisch-komisch.

Im Mittelpunkt steht Fiorenzo, der vor einigen Jahren eine Hand verloren hat. Früher war er ein guter Rennfahrer, jetzt hat sein Vater, der das Team trainiert, das Interesse an ihm verloren. Seine Mutter ist kürzlich verstorben.

Fiorenzo und seine Freunde sind leicht größenwahnsinnig, aber nicht erfolgreich. Sie schmieden hochtrabende Pläne, z.B. wie sie den Durchbruch mit ihrer Band schaffen, scheitern aber kläglich. Von ihren Sexphantasien ganz zu schweigen. Das ist auf dem ersten Blick komisch, stimmt aber auch traurig.

Ich hätte mir nur gewünscht, dass Fabio Genovesi an mancher Stelle einige Kürzungen vorgenommen hätte. Das Buch wäre auch ganz gut mit hundert Seiten weniger ausgekommen.

Sterne: 4 von 5

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s