Vampire Souls – Nachtrausch (Jeri Smith-Ready)

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Ciara bewirbt sich als Praktikantin im lokalen Radiosender WMMP. Nachdem sie die Zusage bekommen hat, stellt sie erstaunt fest, dass alle Moderatoren Vampire sind. Zu ihnen gehört Shane, der für die Grunge-Sendung zuständig ist.

Fast hätte ich mich von dem Cover in die Irre führen lassen. Ich hatte ein Jugendbuch erwartet, aber die Altersempfehlung ab 16 Jahre ist passender. Jeri Smith-Readys Vampire sind auf Blut angewiesen und zapfen dafür auch gerne Menschen an. Dieses Bluttrinken hat eine durchaus sexuelle Natur.
Ciara selbst hat es faustdick hinter den Ohren. Sie hat keine blütenreine Weste und einiges auf dem Kerbholz. Ich mag es, wenn Romanfiguren nicht schwarz-weiß gezeichnet werden, aber an einer Stelle musste ich schon etwas schlucken, als ich ihre Beichte las.

Jeri Smith-Readys Vampire haben das Problem, dass sie an die Zeit gebunden sind, in der sie vor ihrem untoten Dasein lebten, gebunden sind. Sie finden sich schwer in neuen Situationen zurecht und haben oft Macken oder gar Zwangsneurosen. Eine interessante Idee, wobei viele Vampire dadurch aber auch etwas blass wirken.

Musik spielt in „Vampire Souls“ eine große Rolle. Viele Vampire sind nicht nur DJs bei einem Radiosender, sie lieben es auch, über Musik, Bands und Sänger zu reden. Mir persönlich ist positiv aufgefallen, dass Leonard Cohen ebenfalls erwähnt wird. Die Autorin hat Geschmack!

„Vampire Souls“ hat mir gut gefallen und mich gut unterhalten. Jeri Smith-Ready hat es geschafft, mit neuen Ideen etwas Abwechslung ins Vampir-Genre zu bringen.

Sterne: 4 von 5

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