Den Mond aus den Angeln heben (Gregory Hughes)

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Als ihr Vater plötzlich stirbt, haben der zwölfjährige Bob und seine kleine Schwester Marie Claire, auch Ratte genannt, Angst, dass sie ins Kinderheim gesteckt werden. Also machen sie sich alleine von Kanada auf den Weg nach New York, wo ihr Onkel leben soll.

Den Mond aus den Angeln heben“ ist ein merkwürdiges, verrücktes und sehr berührendes Buch.

Merkwürdig und verrückt vor allem dank Ratte, dem zehnjährigen Mädchen, das gleichzeitig altklug und naiv ist, doch vor allem in die Herzen der Menschen schauen kann. Die Ratte ist ein kleiner Feldwebel, der die Menschen um den Finger wickelt. Außerdem hat die Ratte manchmal Träume, verbunden mit epileptischen Anfällen, die ihr Ereignisse in der Zukunft zeigen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Bob, der mitunter an seiner nervigen kleinen Schwester verzweifelt. Bob muss seinen eigenen Kummer herunterschlucken, seine eigenen Probleme beiseite schieben, da er sich verpflichtet fühlt, für die Ratte zu sorgen.

Auf ihrer Reise treffen die beiden Kinder viele Menschen, die einerseits Gauner oder Verbrecher sind, aber das Herz am rechten Fleck haben. Da ist Joe, der Drogendealer, der Bob und die Ratte mit nach New York nimmt und sich um eine Unterkunft für die beiden kümmert. Oder Tommy, der mit kruden Storys Geld von Passanten erschnorrt. Dies sind die Geschichten, die das Buch so anrührend machen, aber auch dafür sorgen, dass das Buch nicht leicht verdaulich ist. Denn neben Freundschaft, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft geht es auch um Pädophile, Tod und Verbrechen. Das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß.

Dies zeigt sich auch beim Ende, das mich zu Tränen gerührt hat. Doch für mich ist es kein hoffnungsloses Ende, da sich die Träume der Ratte immer bewahrheitet haben.

Sterne: 5 von 5

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