Krank (J.A. Kerley)

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Detective Carson Ryder möchte eigentlich nur Urlaub in der Natur machen. Doch das scheinbare Idyll trügt, denn ein Serienmörder geht um, der seine Opfer brutal tötet. Mit Hilfe seines psychopathischen Bruders Jeremy, der selbst ein Serienmörder ist, macht sich Carson auf die Suche.

Krank“ ist der siebte Teil um den Ermittler Carson Ryder, wobei nach meinen Recherchen nur fünf Bücher der Reihe ins Deutsche übersetzt wurden. Warum Teil 5 und 6 ausgelassen wurden, habe ich noch nicht herausgefunden.

Normalerweise mag ich es überhaupt nicht, mitten drin in eine Serie einzusteigen, aber „Krank“ ist für Quereinsteiger ganz gut geeignet.

Was diese Reihe von anderen Thrillern abhebt, ist die Figur des Jeremy. Jeremy ist ein entflohener Serienmörder, der dank seines „Einfühlungsvermögens“ in kranke Psychen seinem Bruder Carson bei der Lösung von Fällen zur Seite steht. Jeremy ist keineswegs geheilt (falls so etwas überhaupt möglich ist), sondern lebt weiterhin in seiner eigenen Welt mit ihren besonderen Regeln und Werten. Gerade dies macht das Buch so interessant.

Wie ich in Kritiken zum ersten Teil der Serie, „Einer von hundert“ gelesen habe, wird Jeremys Fall bereits vor dem Start der Reihe gelöst. Späteinsteiger müssen also keine Sorge haben, gespoilert zu werden.

J.A. Kerleys Thriller ist spannend, packend und flüssig zu lesen und kann am Ende mit der Auflösung überraschen. Die Morde sind zwar brutal, aber der eigentliche Horror ist der Auslöser dieser Mordserie. Gut gefallen haben mir die Figuren. Neben Jeremy ist da natürlich Carson, der seinen Bruder deckt. Carson hat ebenfalls an seiner Vergangenheit, einer brutalen Kindheit, zu knacken. Doch anders als Jeremy ermordete er nicht seinen Vater und tötete später mehrere Frauen.

Schade, dass ich nicht früher über Kerleys Thriller gestolpert bin. Ich werde jetzt erst einmal die Reihe vom ersten Buch an lesen.

Sterne: 5 von 5

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  1. hab nun den ersten teil: einer von hundert durch. mir wurde jedoch erst jetzt klar, dass das der erste band sein soll. ich dachte die ganze zeit, dass es der zweite ist, wird doch im buch dauernd von einem anderen fall gesprochen. merkwuerdig. an sich fand ich es nicht schlecht, ich war allerdings nicht auf das bøse des bruders vorbereitet. und mich størte der schluss. nicht das ende an sich, sondern die erzæhlweise. das hatte ich in letzter zeit zu oft, dass der held im wettlauf mit dem letzten opfer rennt, nochmal stolpert, weiterrennt und man parallel liest, wie weit der mørder vorankommt. da habe ich locker 40 seiten nur ueberflogen. btw hat es ise jetzt. 🙂

  2. Ich glaube, so ein Ende gibt es bei jedem zweiten Thriller 🙂
    Die Idee mit dem Bruder gefiel mir richtig gut. Obwohl ich zuerst „Krank“ gelesen hatte, war ich ziemlich überrascht, wie irre er ist.

  3. nun hab ich auch krank durch. hier gefiel mir jeremy besser, wenn man so etwas ueberhaupt schreiben darf. im ersten war er mir zu psychotisch. dort schreckte er ja auch nicht vor misshandlungen am eigenen bruder zurueck. hier nimmt er sich vielmehr zurueck. ansonsten war es recht spannend geschrieben und es kam keine langeweile auf. zudem musste ich diesmal am ende auch nicht alles ueberfliegen, sondern konnte es richtig lesen. 😉
    ich hatte ja tatsæchlich ueberlegt, es nicht zu lesen, nach dem ersten band. die beziehung zwischen den bruedern fand ich zu brutal, hinzukamen diese irren anrufe und dialoge. offensichtlich hat sich der autor dazu entschlossen, jeremy etwas ruhiger und ausgeglichener zu machen. leider weiss ich nicht, in welchem band das anfængt. es wære logisch, irgendwann nach seiner flucht, wenn er sich niedergelassen hat und einigermassen sicher vor entdeckung ist. also in diesem band: krank.
    hast du denn weitere bænde?

  4. Jeremy ist der wahre Held der Serie 🙂

    Ich habe hier den dritten Band der Reihe liegen, ihn aber noch nicht gelesen, da ich die Reihenfolge einhalten wollte, d.h. Band 2 muss erst noch her.
    Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Jeremy bereits im zweiten Teil etwas anders beschrieben ist. Mir ist schon häufiger aufgefallen, dass im ersten Buch einer Reihe Charakter noch „Rohentwürfe“ sind.

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