Fünf (U. Poznanski)

Standard

In der Nähe von Salzburg wird auf einer Kuhweide eine Frauenleiche gefunden. Auf ihren Fußsohlen sind Zahlen eintätowiert, die sich schnell als Koordinaten herausstellen. Am Ziel finden die Ermittler ein Leichenteil und weitere Koordinaten. Eine grausige Schnitzeljagd beginnt.

Zurzeit lese ich schwerpunktmäßig Thriller, so dass sich mitunter ein leichtes Sättigungsgefühl einstellt und mich viele Plots nicht mehr überraschen können. Doch „Fünf“ habe ich mit Spannung gelesen und dafür gerne auf wichtigen Schlaf verzichtet.

Dass es in einem Thriller, in dem per Geocaching Leichenteile aufgespürt werden, etwas blutiger zugeht, ist zu erwarten. Wobei sich der Gore-Effekt doch in Grenzen hält.

Die Auflösung, wer der Täter und was sein Motiv ist, kam für mich überraschend. Ich hatte mich auf einen ganz anderen Verdächtigen festgelegt.

Die Charaktere, allen voran das Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger, sind interessant und authentisch.

Einige meiner Bekannten hatten in der Vergangenheit versucht, mich für Geocaching, der modernen Schnitzeljagd (jetzt hätte ich fast „mordenden Schnitzeljagd“ geschrieben), zu begeistern. Doch nach „Fünf“ lasse ich lieber die Finger davon – wer weiß, was ich dabei finde 😉

Ich hoffe sehr, dass Ursula Poznanski weitere Thriller mit Beatrice Kaspary und Florin Wenninger schreiben wird. Auf jeden Fall werde ich mir ihre vorherigen Romane „Erebos“ und „Saeculum“ zulegen.

Sterne: 5 von 5

Advertisements

Eine Antwort »

  1. Habs nun endlich geschafft. Positiv fand ich die Ermittler. Der Plot langweilte mich allerdings ab der Mitte ziemlich sehr. Hier ging einfach nichts vorwaerts und man konnte nicht einmal erahnen, in welche Richtung die Story abdriftet, soll heissen: ein mitraten wurde irgendwie unmøglich. Verwirrend war, das sich kein Mensch auf die Suche nach dem kleinen roten Auto machte, schliesslich war das doch eine der ganz wenigen Spuren, die ueberhaupt zur Verfuegung standen. Die Aufløsung kam am Ende nicht mehr so ueberraschend, als feststand, ach da verrat ich dann vielleicht doch zu viel 😉
    Insgesamt gesehen kein schlechter Roman, mir fehlte es jedoch an Spannung im Mittelteil und leider bin ich die elendigen ich-bin-ganz-allein-gegen-den-mørder-showdowns ueberdruessig.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s