Archiv für den Tag April 9, 2012

Fünf (U. Poznanski)

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In der Nähe von Salzburg wird auf einer Kuhweide eine Frauenleiche gefunden. Auf ihren Fußsohlen sind Zahlen eintätowiert, die sich schnell als Koordinaten herausstellen. Am Ziel finden die Ermittler ein Leichenteil und weitere Koordinaten. Eine grausige Schnitzeljagd beginnt.

Zurzeit lese ich schwerpunktmäßig Thriller, so dass sich mitunter ein leichtes Sättigungsgefühl einstellt und mich viele Plots nicht mehr überraschen können. Doch „Fünf“ habe ich mit Spannung gelesen und dafür gerne auf wichtigen Schlaf verzichtet.

Dass es in einem Thriller, in dem per Geocaching Leichenteile aufgespürt werden, etwas blutiger zugeht, ist zu erwarten. Wobei sich der Gore-Effekt doch in Grenzen hält.

Die Auflösung, wer der Täter und was sein Motiv ist, kam für mich überraschend. Ich hatte mich auf einen ganz anderen Verdächtigen festgelegt.

Die Charaktere, allen voran das Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger, sind interessant und authentisch.

Einige meiner Bekannten hatten in der Vergangenheit versucht, mich für Geocaching, der modernen Schnitzeljagd (jetzt hätte ich fast „mordenden Schnitzeljagd“ geschrieben), zu begeistern. Doch nach „Fünf“ lasse ich lieber die Finger davon – wer weiß, was ich dabei finde 😉

Ich hoffe sehr, dass Ursula Poznanski weitere Thriller mit Beatrice Kaspary und Florin Wenninger schreiben wird. Auf jeden Fall werde ich mir ihre vorherigen Romane „Erebos“ und „Saeculum“ zulegen.

Sterne: 5 von 5

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Gebannt – Unter fremdem Himmel (Veronica Rossi)

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Aria lebt in einer hoch technologischen Welt, Perry in einer wesentlich wilderen Welt. Als Aria wegen eines Vergehens in der Wildnis ausgesetzt wird, rettet Perry sie vor dem sicheren Tod. Eigentlich sind die beiden Feinde, doch sie haben ein gemeinsames Ziel…

Gebannt – Unter fremdem Himmel“ ist der erste Teil einer Trilogie. In diesem Jugend-Roman sind sowohl Fantasy- als auch Science Fiction-Elemente vereint. Glücklicherweise spielt dieser Roman hauptsächlich in der Wildnis, so dass die technischen Entwicklungen der Zukunft eine geringere Rolle spielen. Viel mehr sind hier die Sinne der sogenannten Außenseiter“ von großer Bedeutung. So gibt es Horcher, die besonders gut riechen können, und Witterer, die exzellent riechen können.

Während dreiviertel des Buchs befinden sich Aria und Perry auf Wanderung. Auch wenn einige Gefahren zu überwinden sind, schleichen sich hier ein paar Längen ein. Zum Ende gewinnt der Roman aber wieder an Fahrt.

Auch wenn die Hintergründe nicht immer erklärt werden, hat Veronica Rossi doch eine lebendige Welt geschaffen, die der Leser direkt vor Augen hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Aria und Perry ist nicht spektakulär, aber durchaus lesenswert. Ich war positiv überrascht, dass es hier nicht ganz so verklemmt zuging, wie in manch anderen Jugendromanen aus den USA.

Gut gefiel mir die Figur des Cinder, der eine besonders gefährliche Fähigkeit besitzt und eine düstere Vergangenheit zu haben scheint. Ich hoffe, dass im nächsten Buch mehr über ihn zu erfahren sein wird.

Da ich zuletzt doch einige Romane dieser Art gelesen hatte, die mich mehr gefesselt haben, gebe ich 3,5 Sterne. Es wird jedoch sicherlich viele Leser geben, die von diesem Buch begeistert sein werden.

Sterne: 3,5 von 5