Archiv für den Tag April 8, 2012

Verwesung (Simon Beckett)

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David Hunter muss sich seiner Vergangenheit stellen. Vor acht Jahren half er bei der erfolglosen Suche nach den Opfern des verurteilten Mörders Jerome Monk. Jetzt ist Monk ausgebrochen und scheinbar auf Rache aus. Alle Mitglieder des damaligen Teams sind gewarnt.

Der neueste Thriller von Simon Beckett ist gemessen an den Vorgängerbüchern eine leichte Enttäuschung. Ich habe „Verwesung“ mit viel Vergnügen gelesen, aber die Spannung der vorherigen Thriller fehlte. Während der Roman mit der Suche nach den Frauenleichen im Dartmoor atmosphärisch toll startete, zog sich der mittlere Teil etwas hin, bis die Handlung am Ende wieder Fahrt aufnahm. Wahrscheinlich bin ich einfach zu verwöhnt, was Simon Beckett betrifft. Deswegen jammere ich auf hohem Niveau.

Ein Problem dürfte gewesen sein, dass ich schon sehr sicher war, wie ein Teil der Lösung aussehen würde. Ich hatte Recht.

Dennoch bin ich froh, dass der letzte Satz von „Verwesung“ auf einen weiteren Thriller mit David Hunter hoffen lässt. Dann bitte aber mit noch mehr Spannung.

Gut gefiel mir, dass der Leser mehr über Hunters Frau und Tochter und deren Unfall erfährt.

Sterne: 3 von 5

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Ohne jede Spur (Lisa Gardner)

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Sandra Jones, Ehefrau und Mutter einer vierjährigen Tochter, verschwindet eines Nachts spurlos aus ihrem Haus. Die Polizei verdächtigt ihren Ehemann Jason, der seltsam emotionlos erscheint. Doch auch die Nachbarn haben dunkle Geheimnisse.

Normalerweise müssen für mich Thriller eher blutig sein, damit sie mir gefallen, aber „Ohne jede Spur“ hatte mich wirklich gepackt. Ich habe alles liegen und stehen lassen, damit ich Lisa Gardners Buch schnell durchlesen konnte. Endlich mal wieder ein Buch, bei dem ich nach den ersten Kapiteln nicht bereits ahnte, wie es enden würde.

Bis kurz vor dem Ende hätte ich diesem Thriller ohne Problem fünf Sterne gegeben, aber dann überschlagen sich die Ereignisse und der ganze Fall verliert ein wenig an Glaubwürdigkeit. Hier hat Lisa Gardner eindeutig zu viel gewollte. Eine Finte und ein Haken weniger wären besser gewesen.

„Ohne jede Spur“ ist übrigens der dritte Teil um Sergeant D.D. Warren, die aber keine besonders prägnante Rolle spielt, so dass es kein Problem ist, das Buch außer der Reihe zu lesen.

Sterne: 4 von 5