Tabu (Casey Hill)

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Reilly Steel, Amerikanerin aus Kalifornien, kehrt in die Heimat ihres Vaters Irland zurück, um in Dublin als forensische Expertin für die Polizei zu arbeiten. Dort entdeckt sie auch, dass es sich bei zwei scheinbaren Selbstmorden in Wirklichkeit um Mord handelt. Der Täter hatte seine Opfer vor ihrem Tod gezwungen, gesellschaftliche Tabus zu brechen. Es werden weitere Opfer gefunden.

Bei Casey Hill handelt es sich um ein Autorenpaar, das mit „Tabu“ sein Debüt im Thrillerbereich abliefert. Eine Fortsetzung um Reilly Steel ist bereits geplant.

Bei einem Thriller mit dem Titel „Tabu“, in dem es u.a. um Inzest und Kannibalismus geht, hatte ich mehr Schockelemente erwartet. Doch in dieser Beziehung sind die Autoren relativ zurückhaltend. Diese Themen werden nur als Ergebnis der Ermittlungen erwähnt, aber nie detailliert beschrieben. Also können bei diesem Buch etwas zarter besaitete Leser zugreifen.

„Tabu“ bietet spannende Unterhaltung. Für mich lag vor allem die Faszination darin, wissen zu wollen, welches Szenario der Mörder für seine nächsten Opfer geplant hat. Allerdings fand ich das Motiv für die Morde doch arg konstruiert, so dass der Lesegenuss zum Ende hin etwas getrübt wurde. Insgesamt ist „Tabu“ dennoch ein solider Thriller.

Sterne: 3 von 5

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