Schweinehunde (Lotte & Soren Hammer)

Standard

Dänemark: In einer Sporthalle werden fünf brutal ermordete Männer gefunden. Alles wirkt wie eine Hinrichtung. Während die Polizei lange Zeit im Dunkeln tappt, kursieren u.a. im Internet bald die Gerüchte, dass es sich bei den Ermordeten um Pädophile handelt. In der dänischen Bevölkerung tobt die Diskussion, wie mit den Tätern umzugehen ist.

Die Inhaltsangabe klang äußerst vielversprechend, wobei ich leichte Sorge hatte, dass ich das Thema Kindesmissbrauch schwer verkraften würde. Doch darum hätte ich mir keine Sorgen machen müssen.

Zwar beginnt „Schweinehunde“ durchaus spektakulär und grausig, aber die Spannung flacht schnell ab. Schnell ist das Motiv klar und die Täter sind auch kein Geheimnis. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl von Personen auftaucht, die ich irgendwann nicht mehr auseinander halten konnte. Dafür waren sie nicht interessant genug.

Enttäuschender fand ich jedoch, dass die Täter bzw. früheren Opfer sehr blass bleiben. „Schweinehunde“ hätte sicherlich mehr Wucht gehabt, wenn der Leser noch mehr aus ihrer Vergangenheit erfahren hätte.

So Leid es mir tut, dies über ein Buch mit dem Thema Kindesmissbrauch und Selbstjustiz zu sagen, aber nach dem Lesen hat mich dieser Roman kaum noch beschäftigt. Leider eine vertane Chance.

Sterne: 2 von 5

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s