Schuld (Ferdinand von Schirach)

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Sind die Fälle, von denen Ferdinand von Schirach erzählt, wirklich wahr? Eigentlich ist es egal, denn der nüchterne Erzählstil erweckt auf jeden Fall diesen Eindruck. Und darin liegt vor allem die Kraft dieses Buchs. Während ich bei einem fiktiven Thriller noch verdrängen kann, wie die Realität aussehen mag, geht „Schuld“ unter die Haut.

Ferdinand von Schirach zeigt, dass es kein Schwarz-Weiß gibt. Wir sollten uns hüten, Opfer und Täter nur nach einer Pressemitteilung zu beurteilen bzw. zu verurteilen.

Besonders berührt hat mich die Kurzgeschichte „Kinder“, in der ein Mann zu Unrecht wegen Kindesmissbrauch verurteilt wird.

„Schuld“ liest sich sehr schnell. Ich hatte das Buch während der Wartezeit beim Tierarzt fast komplett durchgelesen.

Sterne: 4 von 5

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